Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
The Red Door: A dark fairy tale told in poems
Die Geschichte beginnt bei einer jüdischen Beerdigung.
(Faust um Faust füllt sich mit kühler, feuchter Erde)
Sie reist nach Israel:
am ben-gurion flughafen
hier kommt sie und schleppt ihr Gepäck
durch ihre Last ungeschickt gemacht
unter dieser glatten braunen Haut
dieser Heiligenschein aus dichtem, grobem Haar
die Plantage und das Schtetl
leben in Blut und Erinnerung
ihr Pass nennt sie
tirzah persephone horowitz
nach einer Tante väterlicherseits
die so jung in den Lagern starb
und nach dem griechischen Lieblingsmythos ihrer Mutter
aber sie Tirzah zu nennen ist zu viel
wie ihre Nacktheit zu enthüllen
wie das laute Aussprechen des heiligen Namens
Und die heilige Stadt Tzfat...
ich bin eine Stadt des Liedes
gezupfte Saiten einer Leier
lauter blasiger Klezmer
pochende Techno-Beats
(schuhe klappern auf kopfsteinpflaster)
Reifen kreischen auf dem Asphaltfluss
windet sich um meinen Gipfel
Darin kommen Monster vor...
(terry liebt monster)
liebt sie seit ihren ersten Pickeln und Schamhaaren
schleicht sich Dracula unter die Bettdecke
und fragt sich, wie es wohl wäre
die Reißzähne eines Vampirs an ihrem Hals zu spüren
Menschenblut in ihrem Mund zu schmecken
sich in einen Wolf oder eine Fledermaus oder einen Nebel zu verwandeln
aber Dracula stirbt immer
gepfählt und geköpft von guten christlichen Männern
denn Magie und Geheimnisse dürfen nicht überleben
Und es endet...
Nein. Das wäre verräterisch.