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The Rubicam Women
Die überschwänglichen 1920er Jahre brachten den Werbepionier Raymond Rubicam und seine ehrgeizige Frau aus der Café-Society hervor, die in London mit ihren drei kleinen Töchtern für einen englischen Maler posierte.
Das Gesellschaftsporträt, das der Autor von seiner Mutter, einer der Porträtierten, geerbt hat, zeigt eine Familie von scheinbarer Leichtigkeit, Wohlstand und anmutigen Manieren. Doch der Künstler untergräbt diese Gelassenheit auf subtile Weise und deutet die seelischen Ängste an, die sich unter der Oberfläche abspielen.
In seinen bewegenden Memoiren nimmt uns der Autor mit auf die Suche nach dem Geheimnis dieses Bildes und der genetischen Veranlagung, die sich heimtückisch von der Linie seiner Großmutter bis zu allen drei Töchtern durchschlägt und ihr Gift auch in viele ihrer Kinder und Kindeskinder einpflanzt. Was sich aus dieser Szene der Gelassenheit ergibt, ist ein Bild tragischer und verheerender Konsequenzen, mit Leid und Erlösung, alles vor dem Hintergrund des Aufstiegs der mediengesteuerten New Yorker Kommerzkultur und der Suche des Autors, zu verstehen, warum sein eigenes frühes Leben den Verlauf nahm, den es nahm.