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The Return of Work in Critical Theory: Self, Society, Politics
Von John Maynard Keynes' Vorhersage einer Fünfzehn-Stunden-Woche bis zu den heutigen Spekulationen über die Automatisierung haben wir nicht aufgehört, das Ende der Arbeit vorherzusagen. Kritische Theorie und politische Philosophie haben sich vom Arbeitsplatz abgewandt und sich auf andere Bereiche von Herrschaft und Emanzipation konzentriert.
Doch die Arbeit ist noch lange nicht zu Ende, sondern nimmt weiterhin einen zentralen Platz in unserem Leben ein. Das liegt nicht nur an der Zeit, die die Menschen am Arbeitsplatz verbringen. Viele unserer tiefsten Hoffnungen und Ängste sind mit unserer Arbeit verbunden - welche Aufgaben wir erfüllen, wie wir mit anderen in Beziehung stehen, wie wir uns entfalten können.
Die Rückkehr der Arbeit in der kritischen Theorie präsentiert eine kühne neue Darstellung der menschlichen Bedeutung der Arbeit und der menschlichen Kosten der heutigen Formen der Arbeitsorganisation. In Zusammenarbeit mit Experten aus den Bereichen Philosophie, Sozialtheorie und klinische Psychologie verbindet es empirische Forschung mit einer prägnanten Analyse der politischen Bedeutung der heutigen Arbeit.
Die Rückkehr der Arbeit in der kritischen Theorie beginnt mit einer detaillierten Betrachtung der Art und Weise, in der die heutige Arbeit unsere Erwartungen nicht erfüllt. Anschließend wird eine phänomenologische Beschreibung von Arbeit skizziert und die normativen Prämissen untersucht, die der Erfahrung von Arbeit zugrunde liegen.
Schließlich wird ein neues Konzept von Arbeit vorgestellt, das die Auseinandersetzung der kritischen Theorie mit der Arbeit erneuern und Möglichkeiten zur Veränderung aufzeigen kann. Inspiriert von Max Horkheimers Vision der kritischen Theorie als empirisch informierte Reflexion über die Quellen sozialen Leidens mit emanzipatorischer Absicht, ist Die Rückkehr der Arbeit in der kritischen Theorie eine klare Diagnose des Unwohlseins und der Pathologien der zeitgenössischen Arbeit, die wirksame Abhilfen vorschlägt.