Bewertung:

Bryan Holstroms Buch bietet eine gründliche Verteidigung der Kindertaufe sowohl aus biblischer als auch aus historischer Sicht und spricht Menschen mit unterschiedlichem christlichen Hintergrund an. Es präsentiert klare Argumente, die die gängige baptistische Sicht der Gläubigentaufe in Frage stellen und gleichzeitig für ein Verständnis des Bundes werben, das Säuglinge in die Gemeinschaft des Glaubens einschließt. Während viele Leser das Buch aufschlussreich und gut argumentiert finden, kritisieren einige die vermeintliche Arroganz und den Umgang des Autors mit gegenteiligen Ansichten.
Vorteile:⬤ Bietet eine klare und umfassende Verteidigung der Kindertaufe.
⬤ Präsentiert die Argumente in einer verständlichen Sprache, die auch für Nicht-Theologen geeignet ist.
⬤ Entkräftet gängige Einwände der baptistischen Theologie wirksam.
⬤ Bietet einen historischen Kontext, der die Akzeptanz der Kindertaufe im frühen Christentum zeigt.
⬤ Hilfreiche Quelle für Menschen, die sich der Bundestheologie zuwenden.
⬤ Einige Leser empfinden den Ton des Autors als arrogant und spalterisch.
⬤ Kritiker argumentieren, dass er sich auf „Beweise aus dem Schweigen“ stützt, was sie als nicht überzeugend und potenziell irreführend empfinden.
⬤ Bestimmte theologische Perspektiven, die vorgestellt werden, mögen nicht bei allen Lesern Anklang finden, insbesondere nicht bei denen mit baptistischem Hintergrund.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
Infant Baptism and the Silence of the New Testament
Seit der Zeit der Reformation haben einige Christen argumentiert, dass die Praxis der historischen Kirche, Kinder zu taufen, keine biblische Grundlage hat.
Die am häufigsten zu hörende Behauptung aus diesem Lager lautet, dass die Praxis letztlich auf einem „Argument aus dem Schweigen“ beruht, weil das Neue Testament kein ausdrückliches Gebot enthält, die Kinder von Gläubigen zu taufen. In Infant Baptism and the Silence of the New Testament (Die Säuglingstaufe und das Schweigen des Neuen Testaments) stellt Bryan Holstrom diese Behauptung auf den Kopf, indem er zeigt, dass das Schweigen des Neuen Testaments in dieser Hinsicht keineswegs ein Argument gegen die Säuglingstaufe ist, sondern vielmehr eine Unterstützung für diese Praxis.
Darüber hinaus zeigt er, dass das Neue Testament tatsächlich viel zur Unterstützung der Säuglingstaufe zu sagen hat, wenn auch auf indirekte (aber wichtige) Weise. Das Ergebnis ist eine geradlinige und nicht-technische Darstellung der biblischen Argumente für die Kindertaufe, die Christen auf beiden Seiten der Kluft helfen soll, die damit verbundenen Fragen besser zu verstehen und die vertragliche Grundlage zu schätzen, auf der die reformierte Kirche die historische Praxis beibehalten hat.