Bewertung:

Das Buch ist eine erfrischende und aufschlussreiche Darstellung der psychoanalytischen Theorie und bietet tiefe Einblicke in die Freudsche Psychologie. Es gilt jedoch als schwierig zu lesen und erfordert eine eingehende Lektüre, um seine Tiefe voll zu erfassen.
Vorteile:Preiswert, schnelle Lieferung, erfrischende Einsichten, tiefgründige und neue Perspektiven auf den menschlichen Zustand.
Nachteile:Nicht leicht zu lesen, erfordert genaues Studium zum Verständnis.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Shell and the Kernel, 1: Renewals of Psychoanalysis, Volume 1
Dieser Band ist eine hervorragende Einführung in den Reichtum und die Originalität des psychoanalytischen Ansatzes von Abraham und Torok und ihres psychoanalytischen Ansatzes für die Literatur. Abraham und Torok vertreten eine Form der Psychoanalyse, die auf der Besonderheit der Lebensgeschichte eines jeden Menschen, der Besonderheit von Texten und der Einzigartigkeit historischer Situationen beharrt. In ihrer Kritik und Erweiterung von Freud entwickeln sie Interpretationsstrategien, die für Kliniker, Literaturtheoretiker, Feministen, Philosophen und alle anderen, die sich für den Nutzen und die Grenzen der Psychoanalyse interessieren, von großer Bedeutung sind.
Im Mittelpunkt ihres Ansatzes steht eine allgemeine Theorie des psychischen Verbergens, eine Poetik des Versteckens. Ob in einem klinischen Umfeld oder in einem literarischen Text, sie suchen nach dem unaussprechlichen Geheimnis als Symptom eines verheerenden Traumas, das sich nur in sprachlichen oder verhaltensbezogenen Kodierungen zeigt. Ihre Sichtweise des Traumas bildet den Dreh- und Angelpunkt für neue psychische und sprachliche Strukturen wie das "transgenerationale Phantom", ein unausgesprochenes Familiengeheimnis, das an einen ahnungslosen Nachkommen weitergegeben wird, und das innerpsychische Geheimnis oder die "Krypta", die ein unaussprechliches, aber vollendetes Begehren birgt. Abraham und Torok versuchen, die Kommunikation mit jenen intimen Bereichen des Geistes wiederherzustellen, denen aus dem einen oder anderen Grund der Ausdruck verwehrt ist.
Die Aufsätze des ersten Bandes, die zu den Klassikern der französischen Theorie und Praxis gehören, enthalten vier bisher nicht gesammelte Werke von Maria Torok. Nicholas Rand liefert einen ausführlichen einleitenden Essay und einen Kommentar zu allen Werken. Abrahams und Toroks Theorien der gebrochenen Bedeutung und ihre Suche nach Kohärenz angesichts von Diskontinuität und Unterbrechung haben das Potenzial, nicht nur die Psychoanalyse, sondern alle Disziplinen, die sich mit Fragen der textlichen, mündlichen oder visuellen Interpretation beschäftigen, neu zu gestalten.