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School's In: Federalism and the National Education Agenda
Während des größten Teils der Geschichte der Vereinigten Staaten betrachteten Bürger und gewählte Beamte gleichermaßen die Grund- und Sekundarschulbildung als die ureigenste Aufgabe der Bundesstaaten und Kommunen. Erst in den letzten vier Jahrzehnten, von Lyndon B. Johnsons Unterzeichnung des bahnbrechenden Elementary and Secondary Education Act von 1965 bis zu George W. Bushs ehrgeiziger, aber umstrittener "No Child Left Behind"-Initiative, hat Washingtons Einfluss auf Amerikas Schulen deutlich zugenommen. Heute sind viele Amerikaner davon überzeugt, dass die US-Regierung und die Bundesstaaten eine immer wichtigere Rolle in den Schulen des Landes spielen sollten.
In School's In blickt Paul Manna auf vierzig Jahre nationaler Bildungspolitik zurück und stellt fest, dass der Einfluss Washingtons auf die amerikanischen Schulen zwar tatsächlich zugenommen hat, wir aber weder die Ausweitung der Macht des Bundes überbewerten noch die Widerstandsfähigkeit und den anhaltenden Einfluss der Bundesstaaten unterschätzen sollten. Die Bundesstaaten entwickeln eine umfassende - oft innovative - Bildungspolitik, und ein breites Spektrum von Bildungsthemen ist auf der politischen Agenda auf bundesstaatlicher und nationaler Ebene erschienen.
Manna glaubt, dass diese Überschneidung kein Zufall ist. Im Mittelpunkt seiner Argumentation steht die Idee der "Anleihe von Stärke", ein Prozess, bei dem politische Unternehmer auf einer Regierungsebene versuchen, ihre Agenda voranzutreiben, indem sie die Fähigkeiten anderer Regierungen im föderalen System nutzen. Die Bildungsagenda unseres Landes, so sagt er, hat durch das Zusammenspiel von politischen Entscheidungsträgern auf nationaler und bundesstaatlicher Ebene Gestalt angenommen, die sich bei der Entwicklung und Umsetzung von Bildungsreformen gegenseitig ihre Kräfte leihen.
Auf der Grundlage von Analysen öffentlicher Gesetze, Reden des Präsidenten, Aussagen des Kongresses, der öffentlichen Meinung, politischer Werbung und persönlicher Interviews stützt sich School's In auf Konzepte des Föderalismus und des Agenda-Setting, um einen originellen Blick auf die wachsende Rolle des Bundes in der Bildungspolitik zu werfen. Die Studie gibt nicht nur Aufschluss darüber, wie sich die Bildungsagenden verändert haben und in Zukunft wahrscheinlich entwickeln werden, sondern auch über das Wesen des Föderalismus in den Vereinigten Staaten.