Bewertung:

Das Buch ist eine Sammlung von Holocaust-Geschichten, die insbesondere die Kindheitserinnerungen eines jüdischen Überlebenden in Polen während der deutschen Besatzung wiedergeben. Es wird für seine schöne Übersetzung und ehrliche Erzählung gelobt, die wertvolle Einblicke in die Erfahrungen jüdischer Familien während dieser tragischen Zeit bietet.
Vorteile:Schnelle Lieferung, hervorragende Qualität, schöne Übersetzung, deutliche und eloquente Sprache, bewegender und origineller Inhalt, wertvoller Beitrag zum Verständnis der Holocaust-Erfahrungen, Würdigung derjenigen, die jüdischen Kindern geholfen haben.
Nachteile:In den Rezensionen wird nichts erwähnt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Black Seasons
Ein Mosaik aus Erinnerungen an eine Kindheit im Warschauer Ghetto und ein Leben im Versteck auf der anderen Seite der Mauer. Als der sechsjährige Michal Glowinski zum ersten Mal hörte, wie die Erwachsenen um ihn herum vom Ghetto sprachen, verstand er nur, dass das Wort mit Bewegung zu tun hatte - und beschwor das fantastische Bild eines vielstöckigen Wagens herauf, der von zig Pferden durch die Straßen gezogen wurde.
Er sollte bald lernen, dass das Ghetto etwas ganz anderes war. Ein halbes Jahrhundert später führt uns Glowinski, inzwischen ein angesehener polnischer Literaturwissenschaftler, behutsam in das von den Nazis besetzte Polen.
Mit akribischer Aufmerksamkeit für die Distanz zwischen der Erfahrung eines Kindes und der Reflexion eines Erwachsenen lässt Glowinski die Bilder und Episoden seiner Kindheit wieder aufleben: den ausgemergelten Geiger, der auf den Straßen des Ghettos ein Mendelssohn-Konzert spielt; seine Schachpartie mit einem polnischen Erpresser, der droht, ihn an die Gestapo auszuliefern; und seine letztendliche Rettung durch katholische Nonnen in einem verarmten, weit entfernten Kloster. In einer ebenso sparsamen wie wortgewaltigen Sprache erkundet Glowinski den Schrecken jener Jahre, die Zerbrechlichkeit der Existenz und die fragmentierte Natur der Erinnerung selbst.