Bewertung:

Das Buch „Schweiz: Village History“ bietet einen aufschlussreichen Einblick in die Schweizer Geschichte, wobei der Schwerpunkt auf der lokalen Perspektive und dem täglichen Leben der Menschen liegt. Viele Leserinnen und Leser fanden es sehr informativ und gut geschrieben, was es zu einer großartigen Quelle für diejenigen macht, die mehr über den kulturellen und historischen Kontext der Schweiz erfahren möchten. Kritik gab es jedoch für den engen Fokus auf ein einziges Dorf und für den Erzählstil, der von einigen als uninteressant empfunden wurde.
Vorteile:Gut recherchierter Inhalt, interessante lokale Geschichte, gute Beschreibungen des täglichen Lebens und der Kultur, lesbar und informativ, mit Karten, sowohl für Touristen als auch für Geschichtsinteressierte geeignet.
Nachteile:Begrenzter Fokus auf nur ein Dorf, einige fanden den Text trocken, und die Erzählung wurde als emotionslos und roboterhaft kritisiert.
(basierend auf 16 Leserbewertungen)
Switzerland: A Village History
Schweiz: Eine Dorfgeschichte" ist ein Bericht über ein Alpendorf, der die breitere Geschichte der Schweiz und ihre ländlichen, lokalen Grundlagen beleuchtet. Es beginnt mit der Besiedlung der Alpen durch romanisierte keltische Völker, die aus der Ebene kamen, um die Wildnis zu roden, ein winziges Klostergebäude zu errichten und eine Milchwirtschaft aufzubauen, die für ihre Käsesorten berühmt wurde. Im Laufe von zehn Jahrhunderten erlebte das Dorf, wie die übrige Schweiz, die Traumata der religiösen Reformation und der politischen Revolution. Eine einheitliche Währung, ein einheitlicher Postdienst und schließlich eine integrierte Armee brachten dem Zusammenschluss von zwei Dutzend kleinen Republiken mehr Stabilität und Wohlstand.
Doch das bleibende Fundament der Schweiz bleiben die dreitausend Gemeinden, denen sich die Schweizerinnen und Schweizer zugehörig fühlen. In Switzerland: A Village History erzählt der renommierte Gelehrte David Birmingham die Geschichte des Dorfes seiner Kindheit - Ch teau-d'Oex -, wo die Aufzeichnungen über die Käseherstellung auf das Jahr 1328 zurückgehen. Die Entwicklung dieser uralten Weide- und Waldwirtschaft ging einher mit dem Aufkommen des Juristenberufs, um den Überblick über komplexe Urkunden, Weidezuteilungen und Wegerechte für Tiere zu behalten. Die Privatisierung des gemeinschaftlichen Weidelands in der Schweiz trieb viele Hochlandbewohner zur Auswanderung in die europäischen Ebenen und nach Amerika. Das zwanzigste Jahrhundert brachte der Schweiz den Reichtum des ausländischen Tourismus, unterbrochen von den Entbehrungen, die die Kriege in Europa mit sich brachten. Die Alpenbauern wurden in die schweizerische Gewerkschaftsgesellschaft integriert und begannen endlich, am Wohlstand der städtischen Industrie teilzuhaben.
Schweiz: Eine Dorfgeschichte" ersetzt die Mythologie und die patriotische Propaganda, die allzu oft für die Schweizer Geschichte gehalten werden, durch einen strengen, aufschlussreichen und charmanten Bericht über das tägliche Leben, die kleinen Rivalitäten und die lokalen Loyalitäten, die die Schweizer Geschichte ausmachen.