Bewertung:

Insgesamt schätzen die Rezensenten das Buch dafür, dass es einen bedeutenden historischen Justizirrtum im Zusammenhang mit dem Mord an Mary Phagan und dem Lynchmord an Leo Frank aufdeckt. Die Meinungen sind jedoch geteilt, wobei einige die gründliche, gut recherchierte Darstellung loben und andere sie als parteiisch und sachlich falsch kritisieren.
Vorteile:** Gut recherchiert und gegliedert. ** Bietet Kontext zu kulturellen und historischen Themen. ** Erhellt einen bemerkenswerten Justizirrtum. ** Erzeugt eine emotionale Bindung der Leser an die Geschichte. ** Spricht Themen wie Rassismus, Antisemitismus und Mafia-Gewalt an.
Nachteile:** Einige Rezensenten fanden, dass es sachlich ungenau ist. ** Es wird vorgeworfen, eine voreingenommene Darstellung zu sein, die Leo Frank gegenüber den Tatsachen bevorzugt. ** Einige sind der Meinung, dass es dem Buch an wissenschaftlicher Strenge mangelt und es übermäßig sentimental ist.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
The Silent and the Damned: The Murder of Mary Phagan and the Lynching of Leo Frank
Der Mord an der 13-jährigen Mary Phagan im Jahr 1913 sollte weitreichende Folgen für Georgia und die ganze Nation haben. In den folgenden Jahren wurde ein jüdischer Mann namens Leo Frank aufgrund zweifelhafter Beweise verurteilt, die Karriere eines Gouverneurs stürzte, ein Antisemit wurde Senator von Georgia und die Anti-Defamation League of B'nai B'rith wurde gegründet.
Die Schweigenden und die Verdammten: Die Ermordung von Mary Phagan und die Lynchjustiz an Leo Frank erzählt die erschreckende Geschichte, wie ein Prozess in die Gewalt des Mobs und Propagandakampagnen gegen Juden in den Südstaaten mündete. Die Autoren Robert Seitz Frey und Nancy Thompson-Frey schildern ausführlich den Prozess, in dem Frank, der Vorarbeiter in der Bleistiftfabrik, in der Phagan beschäftigt war, als sexueller Außenseiter und Mörder dargestellt wurde. Die Autoren beschreiben die Reaktionen von und gegen die jüdische Gemeinde in Atlanta sowie die Reaktionen von religiösen Gruppen und der Presse im ganzen Land.
Frey und Thompson schildern auch, wie neue Beweise von einem Zeugen, der jahrelang geschwiegen hatte, den Fall in den 1980er Jahren wieder auf den Prüfstand brachten, was zu einer posthumen Begnadigung von Frank führte. John Seigenthaler, Herausgeber des Nashville Tennessean und einer der führenden Köpfe bei den Bemühungen, Franks Namen reinzuwaschen, liefert die Einleitung.