Bewertung:

Die Rezensionen zeigen, dass die Meinungen über das Buch in Bezug auf das Thema Atlantis gemischt sind. Einige Leser schätzen die wissenschaftliche Herangehensweise und den gründlichen Überblick über die historischen Perspektiven, während andere das Buch als manipulativ und unfair in seiner Darstellung kritisieren, da es keine ausgewogene Sichtweise auf das Thema biete.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und bietet einen umfassenden Überblick über Atlantis, wie es in Platons Dialogen behandelt wird. Es wird für seinen anmutigen Schreibstil und seine Fähigkeit gelobt, die Leser über verschiedene Interpretationen des Atlantis-Mythos zu informieren. Einige Rezensenten fanden es faszinierend und ein wertvolles Nachschlagewerk, auch wenn sie mit seinen Schlussfolgerungen nicht einverstanden waren.
Nachteile:Kritiker bemängeln, das Buch sei einseitig, manipulativ und enthalte Fehler. Insbesondere die Darstellung von Atlantis als „Mythos“ ohne ausreichenden Kontext wird als irreführend bezeichnet. Man ist der Meinung, dass das Buch seinem Anspruch, eine ausgewogene Sichtweise zu vermitteln, nicht gerecht wird und zu starke Vereinfachungen und Auslassungen enthält.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
The Search for Atlantis: A History of Plato's Ideal State
Die Geschichte von Atlantis ist nach wie vor eine der eindringlichsten und rätselhaftesten Erzählungen aus der Antike, die auch in der modernen Vorstellungswelt noch eine große Rolle spielt. Aber woher kam Atlantis, wie sah es aus, und wohin ging es?
Atlantis wurde erstmals von dem griechischen Philosophen Platon im vierten Jahrhundert v. Chr. vorgestellt. In seinen Erörterungen über die Ursprünge des Lebens, des Universums und der Menschheit entwirft der große Denker eine verblüffende Beschreibung von Atlantis - ein Inselparadies mit einer idealen Gesellschaft. Doch die Atlanter degenerieren bald und werden zu imperialistischen Aggressoren: Sie beschließen, gegen das antediluvianische Athen zu kämpfen, das ihre mächtigen Kräfte heldenhaft zurückschlägt, bevor eine katastrophale Naturkatastrophe die kriegführenden Staaten vernichtet.
Platons Dialoge erscheinen heute bemerkenswert vorausschauend. Nicht weil sie zur Suche nach einem geheimnisvollen verlorenen Kontinent auffordern, sondern wegen ihrer Warnungen vor den schädlichen Auswirkungen von Reichtum und Macht auf eine herrschende Klasse: Luxus, Exzess, Korruption und Imperialismus im Stil von Atlantis können nur zu Verfall und Katastrophen führen. Diese stets wichtige Geschichte sollte für jeden politischen Führer zur Pflichtlektüre gehören.
Platons Erzählung von einem großen Reich, das in den Fluten versank, hat über Jahrtausende hinweg eine Debatte darüber ausgelöst, ob Atlantis wirklich existierte. Aber hat Platon seine Erzählung als Geschichte gemeint - oder nur als Gleichnis, um seine Philosophie zu veranschaulichen?