Bewertung:

Das Buch hat eine Mischung aus enthusiastischem Lob für die gründliche Recherche und die wertvollen Einblicke in die Baedeker Raids des Zweiten Weltkriegs, aber auch einige Kritik für sich wiederholende Inhalte und Layout-Probleme geerntet.
Vorteile:Es ist gut recherchiert, enthält eine Fülle von Informationen, Berichte von Zivilisten aus erster Hand, ist ausgewogen geschrieben und bietet wertvolle Einblicke in die lokale Geschichte. Viele Leser fanden es ansprechend und empfehlen es sehr.
Nachteile:Einige Sätze und Absätze wiederholen sich, das Layout wird als dilettantisch empfunden, bestimmte Informationen werden als ungenau bezeichnet, und einige persönliche Geschichten aus der Region werden als begrenzt angesehen. Einige Leser hielten das Buch für überteuert.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
The Terror Raids of 1942: The Baedeker Blitz
Wir werden losziehen und jedes Gebäude in Großbritannien bombardieren, das im Baedeker-Führer mit drei Sternen gekennzeichnet ist", verkündete das deutsche Außenministerium im April 1942, als die Luftwaffe Exeter, Bath, Norwich, York und Canterbury angriff. Über tausend Menschen starben. Diese Angriffe waren eine direkte Vergeltung für die Angriffe der RAF auf ebenso historische deutsche Städte. Hitler hatte angeordnet, dass "Angriffe bevorzugt dort durchgeführt werden sollten, wo sie die größtmöglichen Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung haben würden", und dieses Ziel wurde erreicht, wie Jan Gore in der ersten vollständigen Geschichte der Angriffe seit über zwanzig Jahren zeigt.
Sie erläutert die Taktik der Luftwaffe, die eingesetzten Bombentypen - Sprengstoff, Fallschirmminen und Brandbomben - und dokumentiert die verheerenden Schäden, die sie anrichteten. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf den Auswirkungen der Bombenangriffe auf den Boden. Anschaulich beschreibt sie die Luftschutzvorkehrungen, die Rolle der verschiedenen Zivilschutzorganisationen und die unmittelbaren Erfahrungen der Zivilbevölkerung. Deren Erinnerungen - von denen viele bisher nicht veröffentlicht wurden - sowie Zeitungsartikel und offizielle Berichte vermitteln uns einen lebendigen Eindruck von den Angriffen selbst und ihren unmittelbaren Folgen.
Jan Gores originelle und sorgfältige Recherchen bieten den bisher umfassendsten Einblick in die Auswirkungen dieser Bombenkampagne auf die britische Heimatfront während des Zweiten Weltkriegs.