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The Texture of Being Essays in First Philosophy
Kenneth Schmitz hat eine glanzvolle Karriere als Philosoph verbracht und sich bemüht, das, was Hegel das "Sein der Alten" nannte - ihre tiefe Beschäftigung mit der Metaphysik - mit der "Subjektivität der Modernen" zu vereinen - der modernen Beschäftigung mit dem Innenleben und der historischen Besonderheit des Menschen. Schmitz hat zu zeigen versucht, dass diese Anliegen zwei Aspekte eines "einzigen philosophischen Lebens" sind, das keineswegs eine sinnlose Übung ist, sondern eine intellektuell und spirituell fruchtbare menschliche Existenz widerspiegelt.
In diesem Band bringt Schmitz sein enzyklopädisches Wissen über die westliche philosophische Tradition in einer umfassenden Reihe von Aufsätzen zum Tragen, die unter drei Überschriften zusammengefasst sind: Sein, Mensch und Gott. Er bringt unterschiedliche philosophische Traditionen miteinander ins Gespräch, etwa die klassische aristotelisch-thomistische Metaphysik, den modernen kritischen Rationalismus Kants, die idealistische Synthese Hegels, den postmodernen Dekonstruktivismus von Derrida und Foucault und die personalistische Phänomenologie von Scheler, von Hildebrand und Wojtyla. Schmitz versucht, die klassische Metaphysik mit ihrem Vertrauen in die menschliche Fähigkeit, spekulative Wahrheit zu erreichen, in einer post-aufklärerischen Welt neu zu verorten, die diese Möglichkeit ablehnt, aber den inneren Reichtum des Menschen schätzt.
Schmitz glaubt zum Beispiel, dass wir einen sinnvollen Diskurs über die Existenz Gottes und über die Rolle der Schönheit führen können, die uns hilft zu erkennen, dass das Sein ein empfangenes Geschenk ist. Dieser Band vereint Schmitz' eindringliche und reichhaltige Erkenntnisse über das Sein, die er über viele Jahre hinweg gewonnen hat, und bietet den Lesern damit eine meisterhafte Studie von einem der großen christlichen Philosophen unserer Zeit.