Bewertung:

Das Buch „Die Theologie der Arithmetik“ befasst sich mit der frühen christlichen Ära und untersucht die Beziehung zwischen Christentum, Numerologie und Mathematik. Es bietet eine zum Nachdenken anregende Untersuchung darüber, wie die antiken griechischen und anderen mystischen Traditionen das christliche Denken beeinflusst haben.
Vorteile:⬤ Bietet einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis der frühchristlichen Ära.
⬤ Deckt übersehene Elemente des frühen Christentums umfassend ab.
⬤ Bietet eine eingehende Untersuchung des Zusammenspiels zwischen Mystik und Logik im christlichen Denken.
⬤ Fesselnd für alle, die sich für Symbolik und Ideengeschichte interessieren.
⬤ Der Text ist manchmal dicht und schwer verständlich.
⬤ Bietet möglicherweise nicht genügend historischen Kontext oder Biografien für Laien.
⬤ Der Fokus ist stark akademisch geprägt, was ein breiteres Publikum nicht unbedingt anspricht.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The Theology of Arithmetic: Number Symbolism in Platonism and Early Christianity
Im zweiten Jahrhundert verwendeten Valentinianer und andere gnostizierende Christen numerische Strukturen und Symbole, um Gott zu beschreiben, die Bibel zu interpretieren und das Universum zu beschreiben.
In dieser Studie über die daraus resultierende Kontroverse zeigt Joel Kalvesmaki, wie die frühere neo-pythagoreische und platonische Zahlensymbolik den Anstoß für diese Theologie der Arithmetik gab, und beschreibt die Art und Weise, wie gnostizierende Gruppen versuchten, sich sowohl mit der platonischen als auch der christlichen Tradition auseinanderzusetzen. Er untersucht die reiche Vielfalt der Zahlensymbolik, die damals sowohl von gnostizierenden Gruppen als auch von ihren orthodoxen Kritikern verwendet wurde, und zeigt, wie diese Kritiker einen alternativen Ansatz für die Zahlensymbolik entwickelten, der für die kommenden Jahrhunderte richtungsweisend sein sollte.
Kalvesmaki argumentiert, dass der frühe Disput genau die Tradition beeinflusste, die ihn inspirierte, und erklärt, wie im späten dritten und frühen vierten Jahrhundert die Zahlen für die Platoniker immer wichtiger wurden, die sich mit arithmologischen Konstruktionen und Disputen beschäftigten, die die früheren christlichen widerspiegelten.