Bewertung:

Das Buch „Learning in Games“ von Fudenberg und Levine ist bekannt für seine gründliche Darstellung der Lerntheorie in Spielen, insbesondere der myopischen Spieldynamik, des fiktiven Spiels und der Replikator-Dynamik. Das Buch gilt zwar als unverzichtbar für ernsthafte Arbeiten auf diesem Gebiet, ist aber aufgrund seiner technischen Natur und des Fehlens von Einführungsmaterial für Neueinsteiger nur bedingt zugänglich.
Vorteile:⬤ Umfassende Behandlung der wichtigsten Konzepte der Spiel-Lerntheorie.
⬤ Detaillierte Analyse wichtiger Modelle und Dynamiken.
⬤ Gut für Leser mit fundierten Kenntnissen des Themas.
⬤ Für Anfänger nicht geeignet; erfordert Vorkenntnisse.
⬤ Einige Abschnitte sind für Gelegenheitsleser zu kurz und technisch.
⬤ Organisation und Schreibstil könnten verbessert werden.
⬤ Konzentriert sich hauptsächlich auf nichtlineare Dynamik und vernachlässigt möglicherweise heuristische Strategien und praktische Anwendungen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Theory of Learning in Games
In den Wirtschaftswissenschaften hat sich der Großteil der nicht-kooperativen Spieltheorie auf das Gleichgewicht in Spielen konzentriert, insbesondere auf das Nash-Gleichgewicht und seine Verfeinerungen.
Die traditionelle Erklärung dafür, wann und warum ein Gleichgewicht entsteht, ist, dass es sich aus der Analyse und Selbstbeobachtung der Spieler in einer Situation ergibt, in der die Spielregeln, die Rationalität der Spieler und die Auszahlungsfunktionen der Spieler allgemein bekannt sind. Sowohl konzeptionell als auch empirisch hat diese Theorie viele Probleme.
In The Theory of Learning in Games (Theorie des Lernens in Spielen) entwickeln Drew Fudenberg und David Levine eine alternative Erklärung, nach der das Gleichgewicht als langfristiges Ergebnis eines Prozesses entsteht, in dem weniger als vollständig rationale Spieler im Laufe der Zeit nach Optimalität streben. Die von ihnen untersuchten Modelle bieten eine Grundlage für die Gleichgewichtstheorie und zeigen Ökonomen nützliche Wege auf, um traditionelle Gleichgewichtskonzepte zu bewerten und zu verändern.