
The Torah Unabridged: The Evolution of Intermarriage Law in the Hebrew Bible
The Torah Unabridged ist eine detaillierte Untersuchung der rechtlichen Argumentation in der hebräischen Bibel. Das Buch konzentriert sich auf die exegetischen Vorgänge, durch die biblische Gesetze in Bezug auf Mischehen auf Umstände und Personen angewandt wurden, die außerhalb ihres expliziten Inhalts liegen, und rekonstruiert die Art und Weise, in der Gesetze in Bezug auf Mischehen entstanden, interpretiert und über Zeit und Ort hinweg angewandt wurden.
William A. Tooman argumentiert, dass der "exegetische Impuls", die Lücken, die die Ehegesetze in der Tora hinterlassen, zu erweitern, in späteren Texten der hebräischen Bibel auf verschiedene Weise zum Ausdruck kommt. Mit einem diachronen Ansatz untersucht Tooman die Techniken, die biblische Autoren bei der Aneignung, Erweiterung und Manipulation rechtlicher Ideen in früheren biblischen Texten verwendeten, um die Gesetze auf mehr Situationen, Umstände und Menschen anzuwenden. Toomans Analyse zeigt, dass von Exodus bis Esra-Nehemia die rechtlichen Überlegungen zur Mischehe in eine einzige Richtung gingen: hin zu einer immer stärkeren Einschränkung der Ehe zwischen Israeliten/Juden und Nichtjuden. Das letzte Kapitel fasst die Wege zusammen, auf denen dies erreicht wurde, indem es die logischen und exegetischen Operationen zusammenfasst, die im Prozess der Ausweitung der Relevanz dieser Gesetze durchgeführt wurden, und die hermeneutischen Annahmen beschreibt, die diesen Prozess motivierten.
Auf der Grundlage einer detaillierten philologischen Analyse der hebräischen Texte ist diese überzeugend argumentierte Monographie ein wichtiger Anstoß für die weitere Debatte auf diesem Gebiet. Sie wird sowohl von Bibelwissenschaftlern als auch von Spezialisten der Rechtsgeschichte begrüßt werden.