Bewertung:

Die Rezensionen zu „Die Torheit der Welt“ von Jesse Bullington spiegeln eine Mischung aus Bewunderung und Enttäuschung wider. Viele Leser loben die Entwicklung der Charaktere, die lebendigen Schauplätze und den einzigartigen Stil des Autors, während einige das Tempo und die ungelösten Handlungspunkte kritisieren. Insgesamt hat das Buch zwar fesselnde Momente und erinnerungswürdige Charaktere, aber auch Probleme mit dem Tempo und der Klarheit, besonders im Mittelteil.
Vorteile:⬤ Erstaunliche Charakterentwicklung, vor allem bei den komplexen und fehlerhaften Protagonisten.
⬤ Lebendige und filmreife Schauplätze, die das Leseerlebnis verbessern.
⬤ Der einzigartige Stil des Autors und seine Fähigkeit, Erwartungen zu unterlaufen.
⬤ Humor, der mit düsteren Themen verwoben ist, verleiht dem Buch eine unverwechselbare Note.
⬤ Starke Anfangsteile, die das Interesse des Lesers wecken.
⬤ Der Mittelteil des Buches zieht sich eher in die Länge und ist weniger fesselnd.
⬤ Einige Leser empfanden den grafischen sexuellen Inhalt als abschreckend.
⬤ Mehrere lose Enden und eine fehlende Auflösung werden bemerkt, was einige Leser unbefriedigt zurücklässt.
⬤ Vergleichsweise weniger innovativ als frühere Werke des Autors, was zu einer gewissen Enttäuschung bei den Fans führte.
(basierend auf 22 Leserbewertungen)
The Folly of the World
In einer stürmischen Nacht im Jahr 1421 trifft die Nordsee Holland mit einem verheerenden Schlag: die Sankt-Elisabeth-Flut, eine Sintflut biblischen Ausmaßes, die Hunderte von Städten und Tausende von Menschen ertränkt und die Geografie der Niederen Lande für immer verändert. Wo sich noch Wochen zuvor die Fraktionen der adligen Hooks und der kaufmännischen Cods einen buchstäblichen Klassenkrieg lieferten, gibt es jetzt nur noch eine schier endlose Weite grauen Wassers, ein trostloses Binnenmeer, aus dem verfallene Kirchtürme wie versunkene Grabsteine ragen. Für ein Land, das bereits seit Generationen von Bürgerkriegen heimgesucht wird, kann man sich kaum eine schlimmere Katastrophe vorstellen.
Doch selbst eine Katastrophe kann für die richtige Sorte von Menschen gewinnbringend sein, und in dieses überschwemmte Reich segeln drei Verschwörer: ein geistesgestörter Ganove am Rande des Wahnsinns, ein skrupelloser Hochstapler an der Schwelle zum Reichtum und ein halb verwildertes Mädchen, das zwischen ihnen steht.
Mit The Folly of the World hat Jesse Bullington eine außergewöhnliche neue Geschichte über die Verderbten und die Verzweifelten gewoben.