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The Trinitarian Theology of Hans Urs Von Balthasar: An Introduction
Obwohl die Wissenschaft seit langem die zentrale Bedeutung der Trinität in der Theologie von Hans Urs von Balthasar erkannt hat, wurde dieses Thema bis jetzt noch nicht ausführlich behandelt.
In diesem aufschlussreichen neuen Buch, The Trinitarian Theology of Hans Urs von Balthasar, füllt Brendan McInerny diese Lücke, indem er Balthasars trinitarische Theologie im Gespräch sowohl mit der breiteren christlichen theologischen Tradition als auch mit seinen nichtchristlichen intellektuellen Zeitgenossen verortet. Ausgehend von Balthasars umfangreichem Werk argumentiert McInerny, dass Balthasars anschauliche Beschreibung der immanenten Trinität eine Möglichkeit bietet, darüber zu sprechen, wie „Gott in sich selbst Liebe ist“, über seine Beziehung zu den Geschöpfen hinaus.
Er zeigt dann, wie Balthasars Spekulationen über die immanente Trinität als Unterbau für seine Theologie der Vergöttlichung dienen. Für Balthasar ist das, was wir über das innere Leben Gottes sagen, von Bedeutung, weil wir dazu berufen sind, durch Christus und den Heiligen Geist an eben diesem Leben teilzuhaben, zur Ehre Gottes, des Vaters. Als Antwort auf die Kritik, dass Balthasars Spekulationen über das innere Leben Gottes unbegründet seien, argumentiert McInerny schließlich, dass Balthasars kühne trinitarische Behauptungen tatsächlich ein Vehikel für apophatische Theologie sind.
Balthasars anschauliche Beschreibung des dreieinigen Gottes überschreitet nicht die Grenzen des theologischen Diskurses. Vielmehr manifestiert sie die immer größere Unbegreiflichkeit Gottes durch verbalen Exzess, Oxymoron und Paradox.