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The Origins of the Law in Homer
Ziel des Buches ist es, das homerische Werk in den Kanon von Recht und Literatur einzuführen.
Es plädiert für eine Lektüre von Homers Ilias und Odyssee als ursprüngliche Erzählungen über die Bedeutung der Rechtsstaatlichkeit. Das Buch beschreibt Momente der Übereinstimmung zwischen dem Übergang vom Mythos zur Tragödie und dem allmählichen Übergang von einer sozialen Existenz ohne formelles Recht zu einem institutionalisierten Rechtssystem, wie es in der Polis praktiziert wird.
Es zeigt, dass die homerischen Epen einen bedeutenden Meilenstein in der Art und Weise darstellen, wie Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit konzeptualisiert wurden, und sie zeugen von einem wachsenden Bewusstsein in Homers Zeit, dass Mechanismen, die sowohl den Einzelnen als auch das Kollektiv vor Handlungen ungezügelter Wut schützen, für den Fortbestand von Gemeinschaften notwendig sind. Das Buch füllt eine beträchtliche Lücke in der Forschung zum antiken griechischen Drama sowie in den Diskursen über die Überschneidungen von Recht und Literatur und bietet dadurch neue Einblicke in zwei der grundlegenden Texte der westlichen Kultur.