Bewertung:

Juliana Geran Pilons Buch „The Utopian Conceit“ wird für seine eingehende Untersuchung der politischen Philosophie, die historisches Wissen mit psychologischen Erkenntnissen verbindet, hoch gelobt. Die Rezensenten betonen die Bedeutung des Buches für Studierende der Politikwissenschaft, Philosophie und Geschichte und heben die Relevanz des Buches für zeitgenössische Diskussionen über utopische Ideale und ihre Folgen hervor.
Vorteile:⬤ Tiefgründig recherchiert und wunderschön geschrieben
⬤ kombiniert weitreichendes Wissen über Philosophie und politische Geschichte
⬤ bietet psychologische Einblicke und Verständnis der Populärkultur
⬤ fordert die Leser auf, die Auswirkungen utopischer Ideale zu bedenken
⬤ wird als wesentlich für Studenten und relevant für den aktuellen politischen Diskurs angesehen.
Einige Rezensenten weisen darauf hin, dass ihre ausführlichen Kritiken nicht zugänglich sind, was auf eine mögliche Zensur hindeutet; einige Leser könnten die anspruchsvollen Thesen als schwierig empfinden, sich damit auseinanderzusetzen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The Utopian Conceit and the War on Freedom
Nach dem unerwarteten Zusammenbruch der Sowjetunion werden die Kategorien "links" und "rechts" weiterhin zur Beschreibung politischer Ideologien verwendet, trotz ihrer historischen Zweideutigkeit und ihrer gemeinsamen utopischen Wurzeln. Der idealistische Glaube, dass eine perfekte Welt möglich ist, beruht weiterhin auf der existenziellen Hoffnung auf eine messianische Erlösung.
Dieser Glaube stand im Mittelpunkt der apokalyptischen Erzählungen der Bibel und spiegelt das wider, was die Griechen als Hybris bezeichneten, eine fatale und zerstörerische Form der Einbildung. Diese Einbildung tauchte in den gnostischen Sekten des frühen Christentums wieder auf, dann im mittelalterlichen Millenarismus, Jakobinismus, Marxismus, Faschismus und säkularen "liberalen" Kollektivismus. Der heutige salafistische Islam ist die jüngste Ausprägung dieser ruchlosen Tradition.
In The Utopian Conceit and the War on Freedom erforscht die bekannte politische Philosophin Juliana Geran Pilon die Wurzeln dieser bösartigen Ideologie als gemeinsamen Vorläufer des Antikapitalismus und des Antisemitismus in der heutigen Welt, in der die politische und religiöse Freiheit zunehmend angegriffen wird. In einem Zeitalter des grassierenden religiösen und philosophischen Skeptizismus und der nationalen und ethnischen Ausgrenzung stellen sich religiöse und quasi-religiöse Ideologien, die auf die Verunglimpfung und Zerstörung ganzer Gemeinschaften abzielen, einer verwirrten, schuldbeladenen, materialistischen und oft nihilistischen westlichen Gesellschaft entgegen und untergraben sie.
In diesem kühnen und dynamischen Buch argumentiert Pilon, dass eine starke Verteidigung von Freiheit und Pluralismus, die die Grundlage der konstitutionellen Demokratie bilden, für das Überleben der Zivilisation unerlässlich ist. Kulturell sensible und empirisch getestete Aufklärungsarbeit, die auf einer kompromisslosen Verteidigung gegen Desinformation und Terror beruht, muss von allen zivilisierten Nationen geleistet werden, insbesondere aber von den Vereinigten Staaten, deren Rolle sich in einer sich verändernden Welt weiterentwickelt.