Bewertung:

Das Buch befasst sich mit den Ursprüngen des Islams und präsentiert eine revisionistische Perspektive, die den traditionellen Erzählungen entgegensteht. Es erörtert das Potenzial und die Beweise, die darauf hindeuten, dass Schlüsselfiguren der frühen islamischen Geschichte Christen gewesen sein könnten und dass sich der Islam aus frühen häretischen christlichen Ideologien entwickelt hat. Das Buch besteht aus verschiedenen wissenschaftlichen Aufsätzen, die gängige Ansichten in Frage stellen und Fragen über die historische Zuverlässigkeit der islamischen Ursprünge aufwerfen.
Vorteile:Das Buch bietet eine faszinierende, gut recherchierte alternative Darstellung der islamischen Geschichte und regt zu kritischem Denken und revisionistischen Perspektiven an. Es enthält aufschlussreiche Essays renommierter Wissenschaftler und stellt komplexe historische und sprachliche Belege auf verständliche Weise dar. Viele Leser fanden den Inhalt ansprechend und wertvoll für den interreligiösen Dialog und wissenschaftliche Debatten.
Nachteile:Einige Abschnitte des Buches sind sehr technisch und für allgemeine Leser möglicherweise schwer verständlich. Es gibt Kritik an der Vollständigkeit der Argumente, insbesondere in Bezug auf Material aus nicht-muslimischen Quellen über Mohammed. Der kontroverse Charakter der vorgestellten Theorien könnte diejenigen, die fest an die traditionelle islamische Geschichte glauben, befremden.
(basierend auf 37 Leserbewertungen)
The Hidden Origins of Islam: New Research Into Its Early History
Trotz des hohen Stellenwerts, den Mohammed im Islam einnimmt, ist auch heute noch erstaunlich wenig über diese schattenhafte Gestalt und die Ursprünge des Korans bekannt, da es an überprüfbarem biographischem Material mangelt.
Darüber hinaus stammen die meisten der vorhandenen biografischen Überlieferungen, die zur Untermauerung des Lebens Muhammads herangezogen werden können, aus fast zwei Jahrhunderten nach seinem Tod, einer Zeit, in der ein mächtiges, ausgedehntes und idealisiertes Reich zum Synonym für seinen Namen und seine Vision geworden war - was zu einer übertriebenen und oft künstlichen Charakterisierung der prophetischen Figur sowie zu vielen fragwürdigen Interpretationen des heiligen Buches des Islam führte. Auf der Grundlage datierbarer und lokalisierbarer Artefakte aus dem siebten und achten Jahrhundert der christlichen Ära können viele der historischen Entwicklungen, Missverständnisse und Irrtümer des Islam nun in einem anderen Licht gesehen werden.
Ausgegrabene Münzen aus der Zeit vor dem Islam und die alte Inschrift im Felsendom in Jerusalem verwenden Symbole, die in einer dokumentierten syrisch-arabischen Theologie verwendet werden - einer Theologie mit christlichen Wurzeln. Durch die Interpretation traditioneller Kontexte historischer Beweise und die erneute Lektüre von Koranpassagen enthüllen die Forscher in diesem zum Nachdenken anregenden Band ein überraschendes - und höchst unkonventionelles - Bild der Grundlagen der islamischen Religionsgeschichte.