Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 3 Stimmen.
The Constitution of Myanmar: A Contextual Analysis
Dieses zeitgemäße und leicht zugängliche Buch ist das erste, das eine gründliche Analyse der Verfassung von Myanmar (Birma) von 2008 in ihrem historischen, politischen und sozialen Kontext bietet.
In dem Buch werden die Grundsätze der Verfassung durch eine eingehende Analyse der rechtlichen und politischen Prozesse und Praktiken, insbesondere seit den 1990er Jahren, herausgearbeitet und dargelegt. Das Kernargument dieses Buches ist, dass die Verfassung von 2008 für die Errichtung und Aufrechterhaltung des Militärstaates entscheidend ist.
Der Militärstaat fördert die Führungsrolle des Militärs in der Staatsführung auf der Grundlage einer Reihe ideologischer Verpflichtungen und einer zentralisierten Organisationsform, die auf dem Konzept der Union basiert. Das Buch entwickelt dieses Argument weiter, indem es aufzeigt, wie der Prozess der Verfassungsgebung und der Inhalt der Verfassung von 2008 zu deren mangelnder Glaubwürdigkeit beitragen und Forderungen nach Reformen schüren. Die Vision, die die Verfassung von 2008 und die damit verbundenen Institutionen bieten, war Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen, nicht zuletzt aufgrund von Bedenken über die Militarisierung des Staates.
Dieses Buch wird von Debatten über grundlegende Ideen wie das Wesen der Demokratie, die Möglichkeit des Friedens und des Föderalismus, das Verhältnis zwischen der Exekutive und der Legislative, die Beziehungen zwischen der Unionsregierung und subnationalen Regierungen, Debatten über die Unabhängigkeit der Justiz und die übergroße Rolle der Tatmadaw (Streitkräfte) belebt. Von zentraler Bedeutung für die Zukunft der Verfassung und des Militärstaates ist die Rolle der Tatmadaw, die bei einem möglichen Übergang von der derzeitigen stark zentralisierten, teilweise demokratischen Union zu einem föderalen oder dezentralisierten demokratischen Regierungssystem eine entscheidende Rolle spielen wird.