
Veiling Esther, Unveiling Her Story: The Reception of a Biblical Book in Islamic Lands
Die Studie Veiling Esther, Unveiling Her Story: Die Rezeption eines biblischen Buches in islamischen Ländern untersucht die Art und Weise, wie das biblische Buch Esther in muslimischen Ländern von der Antike bis zur Neuzeit gelesen, verstanden und verwendet wurde. Im Mittelpunkt stehen Fallstudien zu Werken aus verschiedenen Epochen und Regionen der muslimischen Welt, darunter der Koran, historische Chroniken und literarische Werke aus der Vormoderne, die Schriften einer schiitischen Feministin aus dem neunzehnten Jahrhundert, eine iranische Enzyklopädie aus dem zwanzigsten Jahrhundert und andere.
Jahrhunderts. Diese Fallstudien zeigen, dass muslimische Quellen wertvolles Material über Esther enthalten, das sowohl die Esther-Geschichte selbst als auch die muslimischen Völker und Kulturen, die sie rezipierten, beleuchtet. Adam J.
Silverstein argumentiert, dass muslimische Quellen wichtige vorislamische Materialien über Esther bewahren, die nirgendwo sonst überliefert sind und von denen einige Antworten auf antike Fragen über Esther bieten, wie die Bedeutung von Hamans Beinamen in den griechischen Versionen der Geschichte, den Grund, warum Mordechai sich weigerte, sich vor Haman niederzuwerfen, und den literarischen Kontext des "Komplotts der Eunuchen", den persischen König zu töten. Im Laufe des Buches zeigt Silverstein, wie der kulturelle und religiöse Hintergrund der einzelnen Autoren ihr Verständnis und ihre Nacherzählung der Esther-Geschichte beeinflusst hat.
Insbesondere hebt er hervor, dass persische Muslime (und Juden) oft gezwungen waren, sich zwischen den widersprüchlichen historischen Erzählungen, die ihr religiöses bzw. kulturelles Erbe lieferte, zu versöhnen oder zu entscheiden.