Bewertung:

Das Buch genießt bei Therapeuten und Praktikern im Bereich der Psychoanalyse und Psychotherapie hohes Ansehen. Es wird als sowohl praktisch als auch zugänglich angesehen und richtet sich an verschiedene Ebenen der Berufserfahrung, obwohl es eher für fortgeschrittene Therapeuten geeignet sein könnte.
Vorteile:Enthusiastisch empfohlen für Therapeuten, gilt als „Meisterklasse“, praktisch und zugänglich, durchdachte und fesselnde Darstellung der Psychoanalyse, konzentriert sich auf den affektiven Erfolg.
Nachteile:Eignet sich möglicherweise eher für fortgeschrittene Therapeuten, was für Anfänger nicht unbedingt attraktiv ist.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Analyst's Vulnerability: Impact on Theory and Practice
Dieses Buch befasst sich eingehend mit den frühen Erfahrungen und Charaktereigenschaften des Analytikers und zeigt auf, welchen Einfluss sie auf die Theoriebildung und die Technik haben. Das Buch argumentiert, dass die Wahl der Theorie und der Interventionen unbewusst durch die frühen Erfahrungen des Therapeuten geprägt sind, und plädiert für eine größere Selbstwahrnehmung, Selbstakzeptanz und einen offenen Dialog als Korrektiv.
Indem es die frühen Kindheitserfahrungen des Analytikers mit den aktuellen Schwachstellen verknüpft, die sich in Theorie und Praxis widerspiegeln, favorisiert dieses Buch einen Ansatz, der sich auf Feedback und Konfrontation sowie auf empathisches Verstehen und Akzeptanz konzentriert. Wesentlich für diese Aufgabe und eine These, die sich durch das ganze Buch zieht, sind die Motivationen der Analytiker für die Behandlung und die Befriedigungen, die sie natürlich suchen. Maroda behauptet, dass ein dauerhafter blinder Fleck aus dem ständigen Bedürfnis der Kliniker resultiert, das zu verleugnen, was sie persönlich vom analytischen Prozess erwarten, einschließlich des Bedürfnisses zu retten und gerettet zu werden. Sie versucht auch, die mit diesen Motivationen verbundenen Schuld- und Schamgefühle zu beseitigen, und ermutigt Kliniker, sowohl ihre eigene Menschlichkeit als auch die ihrer Patienten anzunehmen, anstatt zu versuchen, sie zu transzendieren. Dieses Buch bietet eine neue Perspektive auf die Arbeitsweise von Analytikern und erforscht die Themen Enactment, Spiegelneuronen und therapeutisches Handeln durch die Linse der frühen Erfahrungen des Analytikers und der daraus resultierenden Persönlichkeitsstruktur. Maroda konfrontiert den Analytiker mit seinen Tendenzen, Harmonie gegenüber Konflikten, Passivität gegenüber aktiven Interventionen zu bevorzugen und den Patienten eher als Kind denn als Erwachsenen zu betrachten.
Die Erforschung bisher nicht untersuchter Fragen der Psychologie des Analytikers oder Therapeuten bietet die Möglichkeit, neue theoretische und technische Perspektiven zu entwickeln. Als solches wird dieses Buch sowohl für erfahrene psychodynamische Therapeuten als auch für Studenten und Auszubildende sowie für Lehrer von Theorie und Praxis von unschätzbarem Wert sein.