Bewertung:

Das Buch bietet einen umfassenden und detaillierten historischen Bericht über die New-Madrid-Erdbeben von 1811-1812, der Einblicke in die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenhänge der Ereignisse gewährt. Während viele Leser das Buch als fesselnd und informativ empfanden, waren einige der Meinung, dass es nicht die erwartete wissenschaftliche Tiefe aufweist und zu sehr ins Detail geht, was zu einem etwas trockenen Leseerlebnis führte.
Vorteile:⬤ Fesselnde Darstellung der Geschichte
⬤ Gründliche Recherche und Detailtiefe
⬤ Enthält unterhaltsame Anekdoten und Primärquellen
⬤ Vermittelt ein umfassendes Bild des Lebens während dieser Zeit
⬤ Verbindet vergangene Ereignisse mit neueren Entwicklungen in der Seismologie
⬤ Schärft das Bewusstsein für oft übersehene historische Ereignisse.
⬤ Nicht so sehr auf Geologie oder wissenschaftliche Analysen konzentriert, wie einige Leser gehofft hatten
⬤ kann sich wiederholen und langatmig sein, was für Gelegenheitsleser möglicherweise langweilig ist
⬤ weniger fesselnder Erzählstil
⬤ einige kleinere Tippfehler
⬤ lässt Spannung für diejenigen vermissen, die eine spannende Geschichte suchen.
(basierend auf 17 Leserbewertungen)
The Lost History of the New Madrid Earthquakes
Von Dezember 1811 bis Februar 1812 erschütterten gewaltige Erdbeben das mittlere Mississippi-Tal, brachten Häuser zum Einsturz, knickten große Bäume mitten im Stamm und kehrten den Lauf des mächtigsten Flusses des Kontinents kurzzeitig auf dramatische Weise um. Jahrzehntelang rätselten die Menschen über die Ursachen der Beben, doch als sich die Nation vom Bürgerkrieg zu erholen begann, waren die New-Madrid-Erdbeben weitgehend vergessen.
In The Lost History of the New Madrid Earthquakes (Die verlorene Geschichte der New-Madrid-Erdbeben) erinnert sich Conevery Bolton Valencius an diese große Umweltkatastrophe und zeigt auf, dass Ereignisse, die lange Zeit in Vergessenheit geraten sind, ja sogar geleugnet und als Lügenmärchen verspottet wurden, zum Zeitpunkt ihres Auftretens in Wirklichkeit von enormer Bedeutung waren und uns auch heute noch beeinflussen. Valencius verwebt wissenschaftliche und historische Beweise, um zu zeigen, welche enorme Rolle die New-Madrid-Erdbeben in den Vereinigten Staaten im frühen 19. Jahrhundert spielten, indem sie die Siedlungsmuster der frühen westlichen Cherokee und anderer Indianer prägten, die Glaubwürdigkeit von Tecumseh und Tenskwatawa für ihre Indianerliga im Krieg von 1812 erhöhten, der religiösen Erweckung an der Grenze Auftrieb gaben und die wissenschaftliche Forschung verbreiteten.
Auf dem Weg in die Gegenwart erforscht Valencius die miteinander verflochtenen Gründe - ökologische, wissenschaftliche, soziale und wirtschaftliche -, warum etwas so Bedeutsames wie große Erdbeben aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden kann, und bietet damit eine warnende Geschichte in einer Welt, die darum kämpft, auf den globalen Klimawandel zu reagieren, während dieser weithin absichtlich geleugnet wird. Fesselnd geschrieben und ehrgeizig recherchiert - sowohl in der wissenschaftlichen Literatur als auch in den Schriften der Zeit - wird The Lost History of the New Madrid Earthquakes eine wichtige Quelle für Umweltgeschichte, Geologie und Seismologie sowie für Wissenschafts- und Medizingeschichte und die Geschichte der frühen Amerikaner und der amerikanischen Ureinwohner sein.