Bewertung:

Das Buch bietet eine aufschlussreiche und gründliche Untersuchung der Erfahrungen Schwarzer im städtischen Raum, insbesondere in Chicago, und verwebt Geschichte, Theorie und literarische Analysen.
Vorteile:Das Buch ist in einwandfreiem Zustand und wird als eine erstaunliche Lektüre beschrieben. Es verbindet erfolgreich Geschichte, Theorie, literarische Analysen und soziopolitische Dimensionen, was es zu einer wertvollen Quelle für Lehre und Forschung macht. Die Tiefe der Analyse und die Verbindungen zu verschiedenen akademischen Themen sind tiefgreifend und machen das Buch zu einer empfehlenswerten Lektüre für Studenten, Chicagoer und aktivistische Wissenschaftler.
Nachteile:Es wurden keine potenziellen Nachteile des Buches genannt.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Spatializing Blackness: Architectures of Confinement and Black Masculinity in Chicago
Zwischen 1900 und 1940 wanderten über 277.000 Afroamerikaner nach Chicago ein, ein Zustrom, der in keiner anderen Stadt des Nordens zu verzeichnen war. Von Anfang an schufen die Behörden buchstäblich und im übertragenen Sinne eine gefängnisähnliche Umgebung, um diese Afroamerikaner im so genannten Black Belt auf der South Side der Stadt zu halten.
Als geografische Studie über Ethnie und Geschlecht wirft Spatializing Blackness ein Licht auf die allgegenwärtige - und gewöhnliche - Art und Weise, wie karzerale Macht an Orten funktioniert, an denen Afroamerikaner leben. Rashad Shabazz erforscht die unzähligen Architekturen von Haft, Polizeiarbeit, Überwachung, Stadtplanung und Inhaftierung, indem er sich von der Küchenzeile bis zur Gefängniszelle bewegt und vergessene Fakten aus so unterschiedlichen Quellen wie Karten und Memoiren auswertet. Insbesondere untersucht er, wie die fortwährenden karzeralen Bemühungen die schwarzen männlichen Körper und die geschlechtliche Performance von der Progressiven Ära bis in die Gegenwart orientierten und prägten. Das Ergebnis ist eine wichtige interdisziplinäre Studie, die die Rassifizierung des Raums, die Rolle der Eingrenzung bei der Unterordnung von Afroamerikanern, die Politik der Mobilität unter den Bedingungen vermeintlicher Freiheit und die Art und Weise, wie schwarze Männer mit der räumlichen Eingrenzung umgehen - und sich ihr widersetzen - beleuchtet.
Spatializing Blackness ist eine zeitgemäße Antwort auf den massiven Aufschwung kerkerartiger Formen in der Gesellschaft und untersucht, wie es zu diesen Mechanismen kam, warum die Gesellschaft sie gegen Afroamerikaner einsetzte und welche Folgen dies für schwarze Gemeinschaften und schwarze Männlichkeit sowohl historisch als auch heute hat.