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The Fourth Estate and the Constitution: Freedom of the Press in America
Im Jahr 1964 fällte der Oberste Gerichtshof in der Rechtssache New York Times gegen Sullivan ein wegweisendes Urteil, das den verfassungsrechtlichen Schutz für scharfe Kritik an öffentlichen Amtsträgern garantierte und damit das moderne Recht der Pressefreiheit begründete. Seitdem hat der Gerichtshof eine Rechtssache nach der anderen entschieden, die sich auf die Rechte und Beschränkungen der Presse auswirkt, doch wurde bisher nur wenig über diese Entwicklungen in Bezug auf die vierte Gewalt geschrieben. Lucas Powes grundlegendes Buch füllt nun diese Lücke. Lucas A. Powe, Jr., ein auf Medien und Recht spezialisierter Rechtswissenschaftler, geht bis zur Formulierung des Ersten Verfassungszusatzes zurück und zeichnet die beiden wichtigsten Traditionen der Auslegung der Pressefreiheit nach, um die Fragen zu beleuchten, die heute Kontroversen auslösen: ⬤ Wie kann ein Gleichgewicht zwischen den Rechten der Presse und der Öffentlichkeit hergestellt werden?
⬤ Wie kann ein Gleichgewicht zwischen Ansehen, ungehemmter Diskussion und der Macht der Medien hergestellt werden?
⬤ Unter welchen Umständen kann die Regierung versuchen, die nationale Sicherheit zu schützen, indem sie der Presse ein Verbot erteilt, anstatt zu versuchen, eine Jury davon zu überzeugen, dass die Veröffentlichung eine Straftat war?
⬤ Auf welche Rechte kann sich die Presse berufen, um vertrauliche Quellen zu schützen oder Zugang zu Informationen zu verlangen, die sonst der Öffentlichkeit vorenthalten werden?
⬤ Und kann die Regierung angesichts der immer größer werdenden Medien versuchen, ihre Macht durch eine Begrenzung ihrer Größe zu begrenzen?
In diesem Buch, das sich an besorgte Laien und Studenten des Journalismus und der Rechtswissenschaft richtet, fasst Powe Recht, Geschichte und Theorie zusammen, um den vollständigen Schutz der redaktionellen Entscheidungen der Presse zu erklären und zu rechtfertigen. The Fourth Estate and the Constitution (Die vierte Gewalt und die Verfassung) fasst nicht nur die gesamte Geschichte der Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs zur Presse zusammen, sondern bietet auch eine zeitgemäße Neuformulierung der traditionellen Auffassung von Pressefreiheit in einer Zeit, in der diese Freiheit zunehmend in Frage gestellt wird.