Bewertung:

Das Buch bietet einen tiefen Einblick in die Geschichte der nordamerikanischen Ornithologie und konzentriert sich auf Persönlichkeiten wie Audubon und andere, die zur Erforschung der Vögel beigetragen haben. Es beleuchtet Themen des Wettbewerbs unter Ornithologen und wie sich ihre Arbeit mit persönlichen Ambitionen überschnitt. Während viele Leser die informative und fesselnde Erzählung zu schätzen wissen, äußern einige ihre Enttäuschung darüber, dass die Kindle-Ausgabe keine farbigen Illustrationen enthält, was den auf Kunst fokussierten Inhalt schmälert.
Vorteile:Fesselnde und informative Geschichte, gut recherchiert, bietet eine einzigartige Perspektive auf den Wettbewerb unter den frühen Ornithologen, fängt Audubons Leben und Charakter effektiv ein, spricht Vogelliebhaber und naturkundlich Interessierte an.
Nachteile:Der Kindle-Ausgabe fehlen Farbabbildungen, was ein erheblicher Nachteil ist; einige Leser finden den Erzählstil zu informell oder zu langsam, und es gibt Kommentare darüber, dass sich das Buch mehr auf die Ornithologen als auf die Vögel selbst konzentriert.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
The Birds That Audubon Missed: Discovery and Desire in the American Wilderness
Der renommierte Naturforscher Kenn Kaufman untersucht die wissenschaftlichen Entdeckungen von John James Audubon und seinen künstlerischen und ornithologischen Kollegen, um zu zeigen, wie das, was sie sahen (und was sie übersahen), widerspiegelt, wie wir die natürliche Welt wahrnehmen und verstehen.
Rasender Ehrgeiz. Überwältigende Egos. Wettbewerb unter dem Deckmantel der Höflichkeit. Heroischer Einsatz kombiniert mit Plagiaten, Diebstahl, Übertreibung und Betrug. Dies war der Stand der Vogelforschung im östlichen Nordamerika in den frühen 1800er Jahren, als eine Handvoll unerschrockener Männer darum wetteiferte, die letzten paar Vögel zu finden, die der Wissenschaft noch unbekannt waren.
Der berühmteste Name in der Vogelwelt war John James Audubon, der spektakuläre Porträts von Vögeln malte. Doch obwohl seine Bilder wunderschön waren, war es nicht sein Hauptziel, große Kunst zu schaffen. Stattdessen versuchte er, so viele verschiedene Arten wie möglich zu illustrieren (und darüber zu schreiben), besessen von dem Versuch, seinen Rivalen Alexander Wilson zu übertreffen. George Ord, ein Fan und Protégé von Wilson, hegte jahrelang einen bitteren Groll gegen Audubon und behauptete, er habe viele seiner Informationen und wissenschaftlichen Behauptungen gefälscht. Einige von Audubons Vögeln waren reine Fiktion, und einige seiner Schriften waren erfunden oder plagiiert. Andere Naturforscher dieser Zeit, darunter Charles Bonaparte (Neffe Napoleons), John Townsend und Thomas Nuttall, wurden ebenfalls in das wissenschaftliche Derby verwickelt, als sie sich um ein Verständnis der natürlichen Welt bemühten - ein Bestreben, das bis heute anhält.
Trotz dieses intensiven Wettbewerbs gelang es einigen wenigen Arten - darunter einige überraschend häufige Singvögel, Falken, Strandläufer und andere -, sich jahrelang der Entdeckung zu entziehen. Der renommierte Vogelexperte und Künstler Kenn Kaufman erforscht diese Periode der Geschichte aus einem neuen Blickwinkel, indem er die Vögel betrachtet, die diese Menschen entdeckten, und vor allem die, die sie übersehen haben. Kaufman hat Porträts der Vögel geschaffen, die Audubon nie gesehen hat, und versucht, sie im beeindruckenden Stil des Künstlers zu malen, um so die Geschichte der Naturwissenschaften und der Naturkunst zu untersuchen. Er zeigt, wie unser Verständnis der Vögel immer mehr an Klarheit gewinnt, auch wenn einige Rätsel von Audubons Zeit bis in unsere Zeit fortbestehen.