Bewertung:

Die Rezensionen bieten eine gemischte Perspektive auf das Buch und heben sowohl die ästhetische Wertschätzung als auch den fundierten wissenschaftlichen Inhalt hervor, weisen aber auch darauf hin, dass bestimmte Aspekte verwirrend sein können.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und bietet faszinierende Einblicke in die Literatur des neunzehnten Jahrhunderts, insbesondere in die Konzepte des „Realen“ und der „Realität“. Der Autor, E. Thomas Finan, stellt zahlreiche Beispiele bekannter Autoren vor, die das Verständnis für diese literarische Epoche vertiefen.
Nachteile:Einige Leser empfanden die zusätzlichen Medien oder Werbungen als ablenkend und verwirrend. In einer Rezension wurde darauf hingewiesen, dass der Inhalt möglicherweise nicht für jeden leicht zugänglich ist, was darauf hindeutet, dass eine gewisse Vorbildung erforderlich sein könnte.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Reading Reality: Nineteenth-Century American Experiments in the Real
In den frühen 1800er Jahren warnten amerikanische Kritiker vor der Gefahr, dass die Literatur von der Realität ablenken könnte. Spätere Kritiker vertraten die Ansicht, dass die amerikanische Literatur in der Vorkriegszeit idealistisch war und dass die Literatur nach den Schrecken des Bürgerkriegs realistischer wurde. Durch die Konzentration auf drei führende amerikanische Autoren - Ralph Waldo Emerson, Walt Whitman und Emily Dickins - stellt Reading Reality diese Analyse in Frage.
Thomas Finan zeigt auf, wie Autoren der Vorkriegszeit Wörter wie „real“ und „Realität“ als Schlüsselbegriffe für den literarischen Diskurs verwendeten und behaupteten, dass das „Reale“ in der Tat im Mittelpunkt ihres literarischen Unternehmens stand. Er argumentiert, dass für viele Amerikaner im frühen neunzehnten Jahrhundert das „Reale“ oft nicht gleichbedeutend mit der physischen Welt war. Es konnte sich auf das Spirituelle, das Aufrichtige oder die Erfahrung des Einzelnen beziehen. Er erklärt außerdem, wie dieses Bewusstsein unser Verständnis der literarischen und konzeptionellen Strategien amerikanischer Schriftsteller verändert.
Indem er den Sinn des „Realen“ in der Zeit vor der Unabhängigkeit entschlüsselt, wirft Finan ein neues Licht auf die formalen Merkmale der Literatur dieser Epoche, den Druck des literarischen Marktes im Amerika des 19. Jahrhunderts und die überraschenden Möglichkeiten des literarischen Lesens.