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Walking the Wrack Line: On Tidal Shifts and What Remains
In diesem letzten Band ihrer Trilogie, die mit „Stirring the Mud“ und „Entering the Stone“ begann, verleiht Barbara Hurd dem Schreiben über die Natur weiterhin eine menschliche Dimension. In wortgewandter und weiser Prosa untersucht sie, was an Land gespült wird, von Engelsflügeln bis zu zerbrochenen Rudern. Sogar ein Wassermann taucht in dieser brillanten Sammlung auf, die Licht auf das Geheimnisvolle und Übersehene wirft.
Sie schreibt von so weit entfernten Stränden wie Marokko, St. Croix oder Alaska und so vertrauten wie Kalifornien und Cape Cod und hilft uns, die Schönheit im grausamen Fressprozess der Mondschnecke zu sehen. Sie hält eine verkrustete, noch verschlossene Botschaftsflasche hoch, um die emotionale Kluft zwischen Mutter und Tochter greifbar zu machen. Sie betrachtet ein Stück Seeglas und die Möglichkeiten der Verwandlung.
Das Buch begann an einem Strand, sagt Hurd, „mit der Erkenntnis, dass vieles von dem, was mir wichtig ist, überlebt, obwohl - oder vielleicht gerade weil - es zerbrochen oder für eine Weile in der Rückwärtsdrift verloren war. Ich hob Eierkartons, Steine und Muscheln auf und drehte sie immer wieder um - in meinen Händen und in meinem Kopf“.
Jedes Kapitel beginnt mit der genauen Betrachtung eines Objekts - ein Schalenfragment eines Pelikaneis oder vielleicht eine Qualle -, weitet sich dann aber auf größere Themen aus: die Beharrlichkeit von Gewohnheiten, Begehren, Enttäuschungen, die Lüge des perfekt Bewahrten, die Freuden der Abneigungen, Verwandlungen und ein Phänomen aus der Physik, das als seltsamer Attraktor bekannt ist.