
The Yoga Sūtras of Patajali: Vibhūta Pāda, Chapter on Special Powers, A Coloring Book
Wir von Blū Lotus Publications glauben, dass sich „Weisheit im Spiel entfaltet“. Zu diesem Zweck hat Blū Lotus eine Malbuchserie entwickelt, die auf den Yoga Sūtras von Patañjali basiert. Die Yoga Sūtras sind der bedeutendste und meistgelesene Text zur Yoga-Philosophie und bieten dem Leser eine Reihe praktischer Anleitungen für ein zutiefst sinnvolles Leben. Die Yoga Sūtras von Patañjali sind eine Sammlung von 196 knappen Aussagen oder „Sutras“ (wörtlich „Faden“), die in vier verschiedenen Kapiteln zusammengefasst sind. Diese vier Kapitel wurden in vier separate Malbücher unterteilt.
In diesem dritten Kapitel der Yoga Sūtras - dem Vibhūti Pāda, dem Kapitel über besondere Kräfte - geht es um die Kraft einer anhaltenden Yogapraxis. Im yogischen Sprachgebrauch wird vibhūti oft mit „besondere Kräfte“ übersetzt. Aber die Wurzeln vi und bhū zusammen bedeuten auch Wachstum und Ausdehnung. Das Monier Williams Sanskrit English Dictionary listet eine Reihe weiterer Bedeutungen von vibhūti auf - reichlich, kraftvoll, mächtig, glorreich und majestätisch, um nur einige zu nennen.
Dies ist das Kapitel, in dem Patañjali die verbleibenden drei Bestandteile des achtfachen Pfades des Yoga - dhāraṇā, dhyāna und samādhi - einfaltet. Die vorangegangenen fünf Bestandteile im zweiten Kapitel - yama, niyama, āsana, prāṇāyāma und pratyāhāra (PYS II. 29-55) - haben den Praktizierenden auf eine tiefere Ebene der Praxis vorbereitet. Dhāraṇā bindet den Geist an ein Objekt. Da der Geist jedoch wankelmütig ist und hierhin und dorthin huschen möchte, besteht die Aufgabe des Praktizierenden darin, den Geist immer wieder auf dieses Objekt oder in seine allgemeine Nähe zu richten. Es gibt jedoch einen Punkt, an dem der Geist auf diesem Objekt verweilt, wenn auch nur kurz, und der Fokus transformiert wird. Das ist dhyāna - der weite Blickwinkel verengt sich und die Aufmerksamkeit fließt mit größerer Leichtigkeit zu diesem einen Objekt. Wenn sich der Geist vollständig von begrifflichen Ablagerungen leert und nur noch das Objekt der Meditation auf der mentalen Speisekarte steht, ist das samādhi. Zusammen werden diese drei als saṃyama bezeichnet (PYS III. 1-4).
Diese Malbuchreihe ist eine radikale Abkehr von der „normalen“ Art und Weise, die Yoga Sūtras zu studieren, und soll zu einer lebendigeren und spielerischen Erforschung des Textes durch die Kunst des „gezielten“ Ausmalens anregen. Dies ist kein akademisches Studium, sondern eine transformatorische Praxis, bei der die einzige Voraussetzung ist, mit einem offenen Herzen zu kommen.