Bewertung:

Dieses Buch wird für seine aufschlussreiche Erforschung der Zerstörung von Architektur als Spiegel kultureller Tragödien und Kriege gelobt. Es vermittelt ein umfassendes Verständnis dafür, wie gebaute Umgebungen menschliche Erfahrungen und historische Erzählungen prägen, und geht dabei auch auf zeitgenössische Fragen im Zusammenhang mit der Erhaltung des kulturellen Erbes ein. Einige Leser fanden es jedoch etwas trocken oder düster und vermissten eine leichtere Note.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, leicht zu lesen und gründlich dokumentiert. Es wird allen empfohlen, die sich für Architektur, Stadtplanung, Geschichte und Kulturwissenschaften interessieren. Die Leser schätzen die Tiefe der Informationen, die ergreifende Darstellung sensibler Themen und die Fähigkeit, starke Emotionen in Bezug auf den Verlust des kulturellen Erbes zu wecken.
Nachteile:In einigen Rezensionen wird erwähnt, dass das Buch für Leser, die eine eher unterhaltsame oder eskapistische Erzählung erwarten, trocken oder düster sein könnte. Einige fanden den Ton und den Inhalt des Buches zu schwer, so dass es sich weniger für die Freizeitlektüre eignet. Es gibt Erwartungen an lebendigere Elemente oder Humor, die nicht erfüllt wurden.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
The Destruction of Memory: Architecture at War - Second Expanded Edition
Zerstörte Moscheen im Irak, der Einsturz der Türme des World Trade Centers am 11. September: Wenn architektonische Wahrzeichen wie diese durch Konflikte und die Verwüstungen des Krieges zerstört werden, steht mehr auf dem Spiel als nur Gebäude.
The Destruction of Memory - jetzt in dieser leicht zugänglichen Taschenausgabe erhältlich - enthüllt das Ausmaß, in dem sich eine Nation mit ihrer Landschaft vermählt. Robert Bevan argumentiert, dass eine solche Zerstörung nicht nur die Kultur und die Moral einer Nation erschüttert, sondern auch ein bewusster Akt der Auslöschung des Gedächtnisses einer Kultur und damit letztlich ihrer Existenz ist. Bevan durchkämmt die Weltgeschichte, um eine Reihe von Kriegen und Konflikten aufzuzeigen, in denen die Zerstörung von Architektur eine zentrale Rolle spielte.
Von der Zerstörung der Aztekenstädte durch Cortez über die Bombenteppiche auf Dresden und Tokio im Zweiten Weltkrieg bis hin zum Krieg im ehemaligen Jugoslawien deckt The Destruction of Memory den Kulturkrieg auf, der hinter der architektonischen Vernichtung wütet, und enthüllt, dass hinter diesem unterschwelligen Angriff das komplexe Ziel der Auslöschung eines Volkes steckt. Provokativ argumentiert er für „die verhängnisvolle Verflechtung von Völkermord und kulturellem Völkermord“ und schlägt schließlich vor, den kulturellen Völkermord von einem „Kollateralschaden“ zu einem nach internationalem Recht strafbaren Verbrechen zu erheben.