Bewertung:

Die Rezensionen zu „Die Zukunft des Weißseins“ sind geteilt. Sie heben die tiefgreifenden Einsichten in die Beziehungen zwischen Ethnie und Weißsein hervor, weisen aber auch auf den trockenen und akademischen Stil hin, der für manche Leser abschreckend wirken kann. Alcoffs interdisziplinärer Ansatz verbindet persönliche Erfahrungen, historische Belege und philosophische Argumente, was das Buch zu einer anspruchsvollen, aber lohnenden Lektüre für diejenigen macht, die bereit sind, sich auf seine Komplexität einzulassen.
Vorteile:Viele Rezensenten lobten das Buch für seine provokanten und erhellenden Einblicke in die Ethnie, die gelebten Erfahrungen von People of Color und die soziopolitischen Auswirkungen des Weißseins. Auch der klare Schreibstil der Autorin und ihre Fähigkeit, persönliche Erzählungen mit wissenschaftlicher Forschung zu verweben, wurden positiv hervorgehoben. Einige hielten das Buch für fesselnd und für ein „Muss“ zum Verständnis der zeitgenössischen Rassendynamik.
Nachteile:Kritiker wiesen darauf hin, dass das Buch trocken, dicht und übermäßig akademisch sein kann, was es für diejenigen, die nicht an wissenschaftliche Texte gewöhnt sind, zu einer schwierigen Lektüre macht. Einige waren der Meinung, es fehle an umsetzbaren Lösungen für die angesprochenen Probleme. In einigen Rezensionen wurde das Buch als rassistisch aufgeladen oder schlecht argumentiert kritisiert, was darauf hindeutet, dass es sich nicht als Quelle für Kurse zum Thema Ethnie eignet.
(basierend auf 18 Leserbewertungen)
The Future of Whiteness
Die weiße Identität ist in Bewegung geraten. Weiße, europäische Amerikaner, die in den Vereinigten Staaten leben, werden bald die noch nie dagewesene Erfahrung machen, unter 50 % der Bevölkerung zu rutschen. Die bevorstehenden demografischen Verschiebungen sind in den meisten städtischen Zentren bereits spürbar, und die Folge ist eine nationale Gegenreaktion in Form von hyper-mobilisiertem politischem und manchmal gewalttätigem Aktivismus mit einem erklärten Ziel, das gleichzeitig vage und tödlich klar ist: "unser Land zurückzuerobern". Unterdessen rückt das Schreckgespenst des "Minderheitenstatus" näher, und die materiellen Vorteile, als Weißer geboren zu sein, erodieren.
Dies ist die politische und kulturelle Realität, mit der sich Linda Mart n Alcoff in The Future of Whiteness auseinandersetzt. Sie argumentiert, dass das Weißsein zumindest für eine Weile bestehen bleibt, dass aber die Hälfte der Weißen die Idee der weißen Vorherrschaft aufgegeben hat und dass die gemeinsame öffentliche, materielle Kultur integrierter denn je ist. Weiße werden sich mehr und mehr bewusst, wie sie auf Nicht-Weiße wirken, sowohl zu Hause als auch im Ausland, und das hat tiefgreifende Auswirkungen auf die weiße Identität in Nordamerika. Die junge Generation der Weißen von heute und alle, die nach ihnen kommen, werden nie ein Land kennengelernt haben, in dem sie die weiße Identität als unangefochtenen Standard annehmen konnten, der die politische, wirtschaftliche und kulturelle Führung dominiert. Ein Wandel ist in Sicht, und das wichtigste Schlachtfeld sind die Weißen selbst.
The Future of Whiteness macht keine Vorhersagen, sondern analysiert scharfsinnig die gegenwärtige Reaktion und bewertet die aktuellen Anzeichen des Aufruhrs. Das schön geschriebene und überzeugend argumentierte Buch dürfte die Debatte in diesem Bereich anregen und einen wichtigen Bereich der Rassenpolitik beleuchten.