Bewertung:

These Latter Days von Laura Kalpakian beschreibt das Leben von Ruth Mason Douglass und ihrer Familie vor dem Hintergrund einer patriarchalischen Mormonengemeinschaft. Die Erzählung befasst sich mit Themen wie Unabhängigkeit, Familiendynamik und der komplexen Rolle der Frau in einer religiösen Gesellschaft. Das Buch wird für seine reichhaltige Charakterentwicklung, die meisterhafte Erzählweise und die fesselnde Darstellung historischer und kultureller Zusammenhänge gelobt.
Vorteile:⬤ Fesselnde Familiensaga mit reichhaltiger Charakterentwicklung
⬤ meisterhafte Erzählung
⬤ erforscht wichtige Themen wie die Unabhängigkeit der Frau und Familienbande
⬤ gut geschrieben und fesselnd
⬤ die Charaktere sind dreidimensional und nachvollziehbar.
Einige Teile der Geschichte schildern Unterdrückung und Unglück, was für manche Leser unangenehm sein könnte; nicht alle Charaktere haben einen positiven Ausgang, was entmutigend sein könnte.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
These Latter Days
"Du hörst mir zu, mein Mädchen", sagt Ruth Douglass zu ihrer Tochter. "Du hast drei Möglichkeiten in dieser Welt, und nur drei. Eine Frau kann Jungfrau, Ehefrau oder Witwe sein, und mehr gibt es nicht.".
Ruth Douglass sollte es wissen. Ruth, die Hauptfigur in Laura Kalpakians Roman über drei Generationen von Mormonen, findet sich bald weder als Ehefrau noch als Witwe noch als Jungfrau wieder. In die vornehme Gesellschaft von Salt Lake City hineingeboren, heiratet sie Samuel Douglass und wird in ein entbehrungsreiches Leben im Grenzland von Idaho geworfen. Sie behält ihre Zweifel an Männern, der Ehe und Gott für sich - schließlich schreiben wir das Jahr 1890 - und ernährt ihre Familie in einem provisorischen Haus. Doch als Samuel vor lauter Religion verrückt wird, packt Ruth die Kinder ein und zieht nach Kalifornien.
In der Absicht, ihre sechs Kinder tadellos zu erziehen, wird Ruth dennoch von der Lüge verfolgt, die sie erzählt hat, und von der Lüge, die sie lebt. Mit der Entschlossenheit einer Frau, die nur wenige Möglichkeiten hat, findet sie schließlich den Mut, ihre geheimen Hoffnungen auszugraben und sich ein neues Leben aufzubauen.
Sie führt den Vorsitz über eine liebevolle und streitbare Besetzung: Dr. Lucius Tipton, der gesellige, Zigarre rauchende Atheist, der sich in Ruth verliebt; ihr reicher, engstirniger Bruder Albert, der sich weigert, ihr zu helfen; Kitty, die Schwiegertochter, die sich der Kirche, der Gemeinschaft und dem Familienverband widersetzt. Und die Kinder - von denen einige nie den Glauben verlieren, andere ihn nie finden - vor allem Eden, der helle Stern.
In These Latter Days geht es darum, das, was von uns erwartet wird, mit dem, was wir tun, in Einklang zu bringen. Die Douglasses entdecken, dass es innerhalb der von ihrer Welt und ihrer Kirche auferlegten Grenzen schwer ist, das Richtige zu tun; manchmal müssen sie tun, was ihr Herz ihnen sagt. "So einfach ist das. Und so schwer", erklärt Ruth.
Offen und fesselnd erzählt, zeigt diese Geschichte, wie Familien uns einengen, uns verwurzeln, uns erden und uns gleichzeitig den Mut zur Rebellion geben.