Bewertung:

Die Rezensionen zu „This Sovereign Isle“ von Robert Tombs beschreiben es als eine gründliche und fesselnde Untersuchung des Brexit, die sich auf den historischen Kontext der Beziehung Großbritanniens zur EU konzentriert und die politischen Turbulenzen nach dem Referendum von 2016 analysiert. Während viele Leser die Klarheit und Tiefe des Buches schätzten, bemerkten einige eine wahrgenommene Voreingenommenheit gegenüber der Brexiteer-Perspektive, was Diskussionen über seine Unparteilichkeit auslöste.
Vorteile:Die Leser lobten das Buch für seinen brillanten Schreibstil, die prägnante Analyse und den spannenden historischen Kontext, den es zum Brexit liefert. Viele fanden es intellektuell anregend und gut argumentiert, da es Einsichten bietet, die gängige Erzählungen in Frage stellen. Der akademische Hintergrund des Autors verlieh ihm Glaubwürdigkeit, und einige Leser hoben die gute Lesbarkeit und den zugänglichen Stil hervor, der es leicht macht, komplexe Themen zu verstehen.
Nachteile:Kritiker wiesen auf die offensichtliche Voreingenommenheit des Buches gegenüber dem Standpunkt der Brexiteers hin und vermissten eine ausgewogene Darstellung der Pro-Remain-Argumente. Einige fühlten sich von der Menge an Informationen überwältigt, während andere kritisierten, dass die friedensorientierten Ziele der EU nicht angemessen behandelt werden. In einigen Rezensionen wurde bemängelt, dass die negativen Folgen des Brexit oder die Rolle von Fehlinformationen während der Referendumskampagne nicht umfassend behandelt wurden.
(basierend auf 72 Leserbewertungen)
This Sovereign Isle: Britain in and Out of Europe
Ein führender Intellektueller, der sich für den Brexit einsetzt, untersucht den historischen Kontext des Referendums und setzt sich mit den Argumenten und Ängsten beider Seiten auseinander.
Geographie kommt vor Geschichte. Inseln können nicht dieselbe Geschichte haben wie kontinentale Ebenen. Das Vereinigte Königreich ist ein europäisches Land, aber nicht dieselbe Art von europäischem Land wie Deutschland, Polen oder Ungarn. Während der meisten der 150 Jahrhunderte, in denen Großbritannien bewohnt war, lag es kulturell und buchstäblich am Rande des europäischen Festlandes.
In diesem prägnanten Buch zeigt Tombs, dass die Entscheidung, die EU zu verlassen, historisch erklärbar - wenn auch nicht historisch unvermeidlich - ist, und zwar aufgrund der ganz anderen historischen Erfahrungen Großbritanniens, insbesondere im zwanzigsten Jahrhundert, und aufgrund seiner umfassenderen und tieferen Verbindungen außerhalb Europas. Er stellt die orthodoxe Ansicht in Frage, dass der Brexit ausschließlich auf britischen oder englischen Exzeptionalismus zurückzuführen sei: Mit ihrer Entscheidung für den Austritt aus der EU hätten die Briten in vielerlei Hinsicht als typische Europäer abgestimmt, argumentiert er.