Bewertung:

Das Buch ist eine wissenschaftliche Biografie, die das Leben und die Beiträge von Anthony Benezet, einem frühen Abolitionisten und Bildungspionier in Amerika, beleuchtet. Es ist gut recherchiert, fesselnd und gilt als wichtige Ergänzung zur amerikanischen Geschichtsschreibung, insbesondere zur Abolitionistenbewegung.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert
⬤ intelligent geschrieben
⬤ umfassende Darstellung von Anthony Benezets Leben
⬤ hebt wichtige historische Zusammenhänge hervor
⬤ lässt den Leser an Benezets Leidenschaft teilhaben
⬤ stellt traditionelle Darstellungen in Frage
⬤ empfohlen für alle, die sich für die Abschaffung der Sklaverei, die Beziehungen zwischen den Ethnien und die Religionsgeschichte interessieren
⬤ bietet neue Einblicke in die frühen amerikanischen Perspektiven auf Afrika.
Einige allgemeine Leser werden die Biografie möglicherweise nicht ansprechend finden; das Buch dürfte in erster Linie Gelehrte und Spezialisten ansprechen und weniger ein breites Publikum.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Let This Voice Be Heard: Anthony Benezet, Father of Atlantic Abolitionism
Anthony Benezet (1713-84), der von den führenden Vertretern der Antisklavereibewegung des 18. Jahrhunderts allgemein als ihr Begründer angesehen wird, wurde in einer hugenottischen Familie in Saint-Quentin, Frankreich, geboren. Als Junge zog Benezet nach Holland, England und 1731 nach Philadelphia, wo er in der Anti-Sklaverei-Gemeinschaft der Quäker zu einer bedeutenden Persönlichkeit wurde.
Indem er die Anti-Sklaverei-Stimmung der Quäker in eine breit angelegte transatlantische Bewegung umwandelte, setzte Benezet Ideen aus verschiedenen Quellen - Philosophie der Aufklärung, afrikanische Reiseberichte, Quäkertum, praktisches Leben und die Bibel - in konkrete Maßnahmen um. Er gründete die African Free School in Philadelphia, an der spätere Führer der Abolitionisten wie Absalom Jones und James Forten studierten und seine Ideen in breiten gesellschaftlichen Gruppen verbreiteten. Gleichzeitig verschafften Benezets Korrespondenten, darunter Benjamin Franklin, Benjamin Rush, Abbe Raynal, Granville Sharp und John Wesley, seinen Ideen Gehör in den höchsten intellektuellen und politischen Kreisen.
In dieser umfassenden intellektuellen Biografie zeigt Maurice Jackson, wie Benezet das politische und soziale Denken der Aufklärung, die von Sklavenhändlern verfassten Erzählungen über das afrikanische Leben sowie die Ideen und Erfahrungen der einfachen Menschen vermittelte, um eine neue Kritik an der Sklaverei zu entwickeln. Benezets Verwendung von Reiseberichten stellte die Argumente der Sklavereibefürworter über eine undifferenzierte, "primitive" afrikanische Gesellschaft in Frage. Benezets empirische Beweise, die sich auf das intellektuelle Gerüst der Schriften von Hutcheson, Wallace und Montesquieu stützten, hatten einen tief greifenden Einfluss - von den hochkulturellen Schriften des Marquis de Condorcet bis hin zu den Meinungen der einfachen Bürger. Als die großen Wortführer gegen die Sklaverei, Jacques-Pierre Brissot in Frankreich und William Wilberforce in England, die Abschaffung des Sklavenhandels forderten, lasen sie in den Protokollen der französischen Nationalversammlung und des britischen Parlaments ausführliche, nicht zugeordnete Zitate aus den Schriften von Benezet vor - ein angemessener Tribut an den Einfluss seiner Arbeit.