Bewertung:

Keeping Those Words in Mind ist eine leicht zugängliche und dennoch wissenschaftlich fundierte Erforschung der Sprache und ihrer psychologischen Auswirkungen auf das Denken. Der Autor nutzt Humor und nachvollziehbare Beispiele, um komplexe Ideen zu verdeutlichen, so dass dieses Buch sowohl für Experten als auch für Nicht-Experten geeignet ist. Es gibt einen systematischen Überblick über historische Ansichten zu Sprache und Kognition und betont die bedeutende Rolle der Sprache.
Vorteile:Zugänglich für Nicht-Experten, methodisch geschrieben mit solider Forschung, verwendet Humor und nachvollziehbare Beispiele, umfassend und prägnant, erklärt effektiv historische Ansichten über Sprache und Kognition.
Nachteile:Keine nennenswerten Nachteile in der Rezension erwähnt.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Keeping Those Words in Mind: How Language Creates Meaning
Wie kann der Mensch Tausende von Wörtern im Kopf behalten und ohne Schwierigkeiten Billionen von Sätzen verstehen? Die Antwort auf diese Frage könnte darin liegen, dass Eltern ihren Kindern Sprachkenntnisse beibringen, oder im menschlichen Gehirn, das möglicherweise mit einem Sprachinstinkt ausgestattet ist, oder vielleicht in beeindruckenden Gedächtnisleistungen, die Wörter mit ihren Wahrnehmungsinformationen verknüpfen.
Zweifellos ist an einigen dieser Erklärungen etwas Wahres dran. Aber eine Antwort - vielleicht die wichtigste Antwort - wurde bisher weitgehend ignoriert.
Keeping Those Words in Mind versucht, dieses Versäumnis zu beheben. Der Sprachwissenschaftler und Kognitionspsychologe Max Louwerse, PhD, argumentiert, dass das Verstehen von Sprache nicht nur aufgrund des Gedächtnisses, des Gehirns, der Umgebung und der Berechnungen möglich ist, sondern auch aufgrund der Muster in der Abfolge der Laute und Wörter selbst. Er zeigt, dass das, was wie ein willkürliches Kommunikationssystem aussieht, mit willkürlichen Zeichen und Lauten, die zu Wörtern werden, und willkürlichen Bedeutungen für diese Wörter, in Wirklichkeit ein gut organisiertes System ist, das sich über Zehntausende von Jahren entwickelt hat, um die Kommunikation so effizient zu machen, wie sie ist.
Was der Mensch braucht, um Sprache zu erlernen, ist, dass er die Muster in unserem Kommunikationssystem erkennt und entdeckt. Durch die Untersuchung, wie unser Gehirn Sprache verarbeitet und Muster findet, die Feinheiten des Sprachsystems selbst und sogar wissenschaftliche Durchbrüche in der Informatik und der künstlichen Intelligenz, liefert Keeping Those Words in Mind eine völlig neue und interdisziplinäre Erklärung für unsere Fähigkeit, der Sprache eine Bedeutung zu entnehmen.