Bewertung:

Das Buch ist eine detaillierte und gut recherchierte Quelle zur Geschichte der digitalen Performance, die besonders für diejenigen wertvoll ist, die Tanz und digitale Medien studieren. Es bietet zwar geordnete Daten und Einblicke aus einer maßgeblichen Perspektive, eignet sich aber eher für die akademische Forschung als für die gelegentliche Lektüre.
Vorteile:Gutes Forschungsinstrument, detailliert und gut dokumentiert, organisierte Informationen, deckt historisches und zeitgenössisches Verständnis von Performance ab, sehr empfehlenswert für Studien über digitale Kunst und Performance, kommt in perfektem Zustand und pünktlich an.
Nachteile:Schwierige Organisation für einige spezifische Bereiche, nicht für leichte Lektüre geeignet, kann als superschweres Werk betrachtet werden.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Digital Performance: A History of New Media in Theater, Dance, Performance Art, and Installation
Die historischen Wurzeln, die wichtigsten Praktiker und die künstlerischen, theoretischen und technologischen Trends bei der Einbeziehung der neuen Medien in die darstellenden Künste.
Im letzten Jahrzehnt wurde in den darstellenden Künsten außerordentlich intensiv mit Computertechnologie experimentiert. Digitale Medien wurden zunehmend in Live-Theater und -Tanz integriert, und neue Formen der interaktiven Performance sind in partizipatorischen Installationen, auf CD-ROM und im Internet entstanden. In Digital Performance zeichnet Steve Dixon die Entwicklung dieser Praktiken nach, stellt die wichtigsten Künstler und Aufführungen detailliert vor und analysiert die theoretischen, künstlerischen und technologischen Zusammenhänge dieser Form der neuen Medienkunst. Dixon findet Vorläufer der heutigen digitalen Performances in vergangenen Formen der Theatertechnik, die vom deus ex machina des klassischen griechischen Dramas bis zu Wagners Gesamtkunstwerk reichen, und zieht Parallelen zwischen der zeitgenössischen Arbeit und den Theorien und Praktiken des Konstruktivismus, Dada, Surrealismus, Expressionismus, Futurismus und der Multimedia-Pioniere des 20.
Für eine theoretische Perspektive auf die digitale Performance greift Dixon auf die Arbeiten von Philip Auslander, Walter Benjamin, Roland Barthes, Jean Baudrillard und anderen zurück. Um die zeitgenössische digitale Performance-Praxis zu dokumentieren und zu analysieren, betrachtet Dixon Veränderungen in der Darstellung von Körper, Raum und Zeit. Er betrachtet virtuelle Körper, Avatare und digitale Doppelgänger sowie Performances von Künstlern wie Stelarc, Robert Lepage, Merce Cunningham, Laurie Anderson, Blast Theory und Eduardo Kac. Er untersucht die neuartigen Ansätze der neuen Medien zur Schaffung von Theaterspektakeln, darunter Virtual Reality und Roboter-Performances, telematische Performances, bei denen entfernte Orte in Echtzeit miteinander verbunden sind, Webcams und Online-Drama-Gemeinschaften, und erörtert die "extratemporale" Illusion, die von einigen technologischen Theaterarbeiten erzeugt wird. Schließlich definiert er Kategorien der Interaktivität, von der Navigation bis hin zur Partizipation und Kollaboration. Dixon stellt die vorherrschenden theoretischen Ansätze zur digitalen Performance in Frage - einschließlich der Leugnung des Neuen durch die Postmoderne, wie er es nennt - und bietet stattdessen eine Reihe kühner und origineller Argumente.