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Digital Scenography: 30 Years of Experimentation and Innovation in Performance and Interactive Media
Dieses Buch nutzt die Theorie der digitalen Medien, um das zeitgenössische Verständnis von erweiterter Szenografie als räumliche Praxis zu untersuchen. Es untersucht und analysiert eine Auswahl bahnbrechender, experimenteller digitaler Medien-Performances, die eine Genealogie der letzten 30 Jahre umfassen, um zu zeigen, wie die Ankunft digitaler Technologien die Performance-Praxis tiefgreifend verändert hat. Die Performances wurden aufgrund ihrer Fähigkeit ausgewählt, die einzigartigen Besonderheiten digitaler Medien auf neue und originelle Weise herauszuarbeiten und damit sowohl den Reichtum als auch die Unzulänglichkeiten der digitalen Kultur aufzuzeigen.
O'Dwyer vertritt die Auffassung, dass die zeitgenössische Szenografie weitgehend von digitalen Technologien angetrieben wird und von ihnen abhängig ist. Sie ist ein reiches, fruchtbares Gebiet, in dem ungezügelte Kreativität neue Techniken erforschen und die Grenzen des Wissens herausfordern kann. Die 30-jährige Genealogie umfasst Arbeiten von Troika Ranch, Stelarc, Klaus Obermaier, Chunky Moves, Onion Lab und Blast Theory. Neben der Anwendung eines breiten Spektrums von Performance-Analysen und ästhetischen Theorien enthält das Werk auch Interviews und Meinungen von Künstlern.
Der Band eröffnet wichtige ästhetische, philosophische und gesellschaftspolitische Themen, um die Auswirkungen digitaler Technologien auf die szenografische Praxis und das Aufblühen experimenteller Interdisziplinarität zu beleuchten. Letztendlich ist das Buch eine Erkundung, wie evolutionäre Sprünge in der Technologie dazu beitragen, wie Menschen denken, handeln, arbeiten, sich miteinander auseinandersetzen und somit Bedeutung und Identität konstruieren.