Bewertung:

Das Buch ist ein ergreifender und humorvoller Erinnerungsbericht von Marcin Wicha, der das Leben seiner Mutter anhand der bedeutungsvollen Gegenstände, die sie hinterlassen hat, erforscht. Es bietet eine reichhaltige Darstellung ihrer Erfahrungen und der Komplexität ihres Charakters, insbesondere als jüdische Frau im Nachkriegspolen.
Vorteile:Die Memoiren werden als lustig und bewegend beschrieben, mit fesselnden Kapiteln über die Büchersammlung der Mutter, die die polnische Geschichte widerspiegelt. Wichas Mutter Joanna wird als komplexer Charakter dargestellt, und die Übersetzung von Marta Dziurosz wird für ihren Witz und ihre gute Lesbarkeit gelobt.
Nachteile:In den Rezensionen wurden keine besonderen Nachteile erwähnt.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Things I Didn't Throw Out
Ein intimes, unkonventionelles und sehr lustiges Memoir über alles, was wir zurücklassen.
Lampen, Taschenmesser, Taschenbücher, Druckbleistifte, aufblasbare Kopfstützen. Marcin Wichas Mutter Joanna war eine Sammlerin von Alltagsgegenständen. Als sie stirbt und ihre Wohnung unversehrt hinterlässt, muss Wicha ihre Sachen sortieren. Durch sie beginnt er, sich ein Bild von Joanna als jüdische Frau, Mutter und Bürgerin zu machen. Als Polen nach dem Zweiten Weltkrieg in die materielle Misere des kommunistischen Regimes geriet, prägte der Mangel an allen möglichen Dingen die Menschen auf tiefe und tiefgreifende Weise. Was sie kauften, behielten - und wohl auch horteten -, erzählt die Geschichte des heutigen Polen.
Joannas Jüdischsein, ihre Hingabe an die Arbeit, ihr ausgeprägtes Temperament, ihre Schwäche für Konsumgüter - all das verdichtet sich zu einem unvergesslichen Porträt einer Frau und letztlich ihres Landes.