
Making Things Valuable
Was ist, wenn Wert weder eine intrinsische Eigenschaft eines Objekts noch eine Reflexion der Präferenzen eines Subjekts ist - sondern vielmehr etwas, das durch Mechanismen, Technologien und Praktiken der Bewertung organisiert und ins Leben gerufen wird?
Dieser Sammelband befasst sich mit der Frage der Bewertung theoretisch und durch empirische Analysen verschiedener Bewertungsobjekte, wie z.B. Universitäts-Ranglisten, Eiskunstlauf-Punktzahlen, Windkraft, Versicherungen, Gold und Big Data. Die theoretische Inspiration ist interdisziplinär und der Band bringt Wissenschaftler aus der Wirtschaftssoziologie, der Rechnungslegung, der Organisationsforschung und der Wissenschafts- und Technologiewissenschaft mit dem Ziel zusammen, zu verstehen, durch welche Praktiken und Prozesse Dinge wertvoll gemacht werden.
Wertschätzung wird als eine plurale Aktivität verstanden, bei der die "Bepreisung" von Dingen nur eine Möglichkeit ist, Wert zu signalisieren. Die sozioökonomische Realität konstituiert sich durch unterschiedliche Wertordnungen, die sich aus der Art und Weise ergeben, wie Menschen Dinge "loben" und "bewerten".
Das Buch gliedert sich in fünf Themenbereiche, die der Debatte über den Wert von Dingen zugrunde liegen. Diese Anliegen sind: Berechnen/Ökonomisieren; Kommensurieren/Wechseln; Visualisieren/Verstecken; Modellieren/Verfolgen; und Wissen/Disziplinieren.