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Diplomatics: New Uses for an Old Science
Die Diplomatik wurde ursprünglich im siebzehnten Jahrhundert in Frankreich entwickelt, um die Echtheit von Archivdokumenten zu beweisen. Später wurde sie an den europäischen Universitäten als juristische, historische und philologische Disziplin verfeinert und im zwanzigsten Jahrhundert vor allem auf mittelalterliche und frühneuzeitliche Dokumente angewandt, um deren Autorität als Forschungsquellen zu bewerten.
Die Diplomatik nimmt die Perspektive des modernen Archivars ein und untersucht die Entstehung, Entwicklung und Anwendung diplomatischer Konzepte. Sie untersucht die organisatorische und bewertende Wirksamkeit diplomatischer Konzepte im Kontext moderner Überlieferungs- und Archivsysteme und befasst sich mit dem Verhältnis von Originalität und Authentizität in Überlieferungen. Die physische und intellektuelle Form von Akten wird untersucht, und die traditionelle Methodik der Diplomatiekritik wird anschaulich erläutert und durch Hinweise zu ihrer archivarischen Nutzung ergänzt.
Diplomatics war ursprünglich eine Serie von sechs Artikeln, die in Archivaria, der Zeitschrift der Association of Canadian Archivists, erschienen. Zusätzlich zu diesen sechs Artikeln enthält der vorliegende Band eine Einleitung, die einen umfassenden Überblick über die Diplomatik gibt, einschließlich ihres ungenutzten Potenzials, die Organisation und Nutzung von Unterlagen in einem multimedialen Zeitalter mit zunehmend komplexen Informationsproblemen zu überdenken.