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Do Running Mates Matter?: The Influence of Vice Presidential Candidates in Presidential Elections
Die amerikanische Vizepräsidentschaft ist, wie das Sprichwort sagt, "keinen Eimer warmer Spucke wert". Dennoch glauben viele Menschen, dass Vizepräsidentschaftskandidaten über Sieg oder Niederlage bei Präsidentschaftswahlen entscheiden können. Ist das wirklich so? Hat Sarah Palin beispielsweise die Kampagne von John McCain im Jahr 2008 zum Scheitern gebracht? Hat Joe Biden Barack Obama zum Sieg verholfen? Sind die Kandidaten tatsächlich wichtig? In dem ersten Buch, das diese Frage gründlich untersucht, stützen sich Christopher J. Devine und Kyle C. Kopko auf eine noch nie dagewesene Bandbreite an empirischen Daten, um aufzuzeigen, wie und in welchem Ausmaß kandidierende Partner das Wahlverhalten bei Präsidentschaftswahlen beeinflussen.
Aufbauend auf ihrer früheren Arbeit in The VP Advantage und den Erkenntnissen aus mehr als 200 statistischen Modellen, die die Präsidentschaftswahlen von 1952 bis 2016 umfassen, analysieren die Autoren drei Wege, über die die Wahlentscheidung durch den Kandidaten beeinflusst werden könnte. Zunächst testen sie natürlich auf direkte Effekte, d. h. ob die Bewertungen des Kandidaten die Wahlentscheidung der Wähler im Allgemeinen beeinflussen. Als Nächstes testen sie auf gezielte Effekte, d. h. ob die Kandidaten Stimmen bei wichtigen Untergruppen von Wählern gewinnen, die ihr Geschlecht, ihre Religion, ihre Ideologie oder ihre geografische Identität teilen. Schließlich untersuchen die Autoren indirekte Auswirkungen, d. h. ob die Kandidatenkandidaten die Wahrnehmung des Präsidentschaftskandidaten, der sie ausgewählt hat, beeinflussen, was wiederum die Wahlentscheidung beeinflusst. Hier, in dieser letzten Kategorie, sehen wir, dass die Kandidaten die Wahlentscheidung am deutlichsten beeinflussen - vor allem, wenn es um ihre Qualifikationen für das Amt und die Übernahme des Präsidentenamtes geht, falls erforderlich. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass es wahrscheinlich keinen Unterschied macht, wenn man einen Partner aus einem wichtigen Wahlblock wählt. Aber die Wahl eines erfahrenen, gut qualifizierten Partners wird den Präsidentschaftskandidaten in den Augen der Wähler besser aussehen lassen - und einige Stimmen gewinnen.
Mit ihrer Fülle an Daten und Expertenanalysen liefert diese fein ausgearbeitete Studie, die bisher umfassendste, endlich klare Antworten auf eine der dauerhaftesten Fragen in der Präsidentschaftspolitik: Kann der Kandidat bei dieser Wahl einen Unterschied machen?