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Documentary Across Platforms: Reverse Engineering Media, Place, and Politics
In Documentary Across Platforms bietet die renommierte Film- und Medienwissenschaftlerin Patricia R.
Zimmermann einen Einblick in die sich ständig weiterentwickelnde Konstellation von Praktiken, die als "Dokumentarfilm" bezeichnet werden, und in die Art und Weise, wie sie die Welt untersuchen, sich mit ihr auseinandersetzen und sie befragen. Zum ersten Mal sind hier ihre gefeierten Essays und Spekulationen über dokumentarische, experimentelle und neue Medien versammelt, die außerhalb der traditionellen akademischen Foren veröffentlicht wurden.
Diese Essays betrachten den Dokumentarfilm als eine komplexe Ökologie, die sich aus verschiedenen Technologien, Praktiken und spezifischen Beziehungen zu Gemeinschaften, Engagement, Politik und sozialen Konflikten zusammensetzt. Durch die Linse des Reverse Engineering - das Konzept, dass Ideen genau wie Objekte zerlegt werden können, um zu lernen, wie sie funktionieren, und dann zu etwas Neuem und Besserem umgebaut werden können - untersucht Zimmermann, wie zahlreiche kleinformatige dokumentarische Arbeiten Strategien der Intervention in bestehende Machtstrukturen darstellen. Die dokumentarischen Praktiken, die sie untersucht, sind an ihren Kontext angepasst, modular und unfixiert.
Sie nutzen sowohl hochentwickelte professionelle als auch konsumige Amateurtechnologien und bewegen sich auf unterschiedlichen politischen Terrains, auf unterschiedlichen Plattformen und in unterschiedlichen Ausstellungskontexten. Gemeinsam zeigen diese Aufsätze die Rolle des Dokumentarfilms als konzeptionelle Praxis, um zu durchdenken, wie die Welt organisiert ist, und um sich vorzustellen, wie sie durch Aktionen, Gemeinschaften und Ideen neu organisiert werden könnte.