Bewertung:

Das Buch ist eine akademische Publikation, die auf einem langen Gespräch basiert und sich auf Theorien über die Autorität des Papstes und nicht auf die Dominikaner und den Papst konzentriert. Es enthält sachliche Informationen, aber keine Spekulationen oder tieferen Überlegungen, was Gelegenheitsleser enttäuschen könnte.
Vorteile:Gut recherchiert und akademisch; geeignet für Gelehrte und diejenigen, die sich für den historischen Kontext der päpstlichen Autorität interessieren.
Nachteile:Der Titel könnte die Leser über den Inhalt in die Irre führen; es fehlt an Reflexion und Ausarbeitung, was allgemeine Leser, die an umfassenderen Themen interessiert sind, möglicherweise enttäuschen könnte.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Dominicans and the Pope: Papal Teaching Authority in the Medieval and Early Modern Thomist Tradition
"Diese drei Vorlesungen von Pater Ulrich Horst O. P., die auf lebenslanger Forschung und Schriftstellerei beruhen, bieten einen meisterhaften Überblick mit zahlreichen Referenzen über die vorherrschenden, offiziellen und sich entwickelnden Positionen der Dominikaner zur Lehrautorität des Papstes.
Während sie stets den Jurisdiktionsprimat des Papsttums unterstützten, von dem ihre eigenen Fähigkeiten zu predigen, zu lehren und Seelsorge zu leisten abhingen, vertraten die dominikanischen Theologen, beginnend mit Thomas von Aquin, zunächst die Ansicht, dass die römische Kirche und nicht der Papst persönlich unfehlbar sei. Erst im 16. Jahrhundert, als die Notwendigkeit bestand, schnell und sicher auf die protestantische Herausforderung zu reagieren, lehrten einige Mitglieder der Dominikanerschule von Salamanca (Melchior Cano, Juan de la Pea, Domingo Bez usw.), dass der Papst nicht irren kann.
Die Jesuiten (Gregorio de Valencia, Robert Bellarmine usw.) übernahmen und erweiterten diese Lehre, die sich im Ersten Vatikanum durchsetzte, trotz der Bemühungen des dominikanischen Kardinals Filippo Maria Guidi, die frühere dominikanische Position zu verteidigen, wonach der Papst erst richtig beraten muss, bevor er etwas bestimmt. Pater Horst hat damit gezeigt, wie nuanciert, vielfältig und langsam sich die Lehre der Dominikaner über die päpstliche Autorität entwickelt hat." -Nelson H.
Minnich, Katholische Universität von Amerika. In The Dominicans and the Pope (Die Dominikaner und der Papst) gibt Ulrich Horst einen Überblick über die lange Tradition innerhalb des Dominikanerordens, sich zur Lehrautorität des Papstes und zur Rolle der konziliaren Autorität zu äußern. Horst zeigt prägnant die Differenzen innerhalb des Ordens zu diesem Thema auf und macht deutlich, wie sich die Dominikaner in dieser Frage von Theologen anderer Orden wie den Franziskanern und später den Jesuiten unterschieden, deren Ansichten schließlich zur Verkündung der Unfehlbarkeit im Ersten Vatikanischen Konzil führten.
Trotz seiner herausragenden Karriere als Mediävist und Autorität auf dem Gebiet der Ekklesiologie ist nur wenig von Horsts wissenschaftlichem Werk ins Englische übersetzt worden. Mit diesen Vorlesungen wird dieser herausragende Gelehrte einem breiteren Publikum vorgestellt.