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Salcedos präzise, sparsame Installationen durchdringen häusliche Materialien mit Schichten politischer Bedeutung
Erfahrungen von Gewalt und Verlust nehmen im Werk der international anerkannten kolumbianischen Künstlerin Doris Salcedo (geboren 1958) Gestalt an. Obwohl ihre Skulpturen und Installationen von ihrer eigenen Biografie inspiriert sind (Mitglieder ihrer eigenen Familie gehörten zu den vielen Menschen, die in Kolumbien verschwunden sind), appelliert Salcedos Kunst an universelle Gefühle von Trauer, Trauma, Entfremdung und Entwurzelung. Selten finden individueller Schmerz und kollektive Trauer einen so innigen Ausdruck in der Kunst.
Salcedo verwendet alltägliche und häusliche Gegenstände wie Holzmöbel, Kleidung, Beton, Gras, Haare und Rosenblätter und verwandelt sie auf subtile Weise, indem sie sie mit Bedeutung auflädt und das schmerzlich Abwesende hervorhebt. Der von der Künstlerin selbst herausgegebene Katalog zeigt mehr als 100 Schlüsselwerke aus verschiedenen Phasen ihrer Karriere zwischen 1992 und 2021 und ist eine einzigartige Studie über Salcedos Werk der letzten drei Jahrzehnte.