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Douglas Sirk, Aesthetic Modernism and the Culture of Modernity
Dieses Buch ist die erste wirklich interdisziplinäre Analyse, die Douglas Sirks auffällige visuelle Ästhetik mit den wichtigsten Bewegungen in der Kunst und Architektur des 20.
Jahrhunderts in Verbindung bringt und zeigt, wie die übertriebene Künstlichkeit von Sirks formalem Stil aus seinem detaillierten Verständnis der künstlerischen Debatten im Europa der 1920er Jahre und in den USA der Nachkriegszeit hervorging. Anhand detaillierter Fallstudien zu Final Chord und All That Heaven Allows zeigt Victoria Evans, wie Sirk versuchte, die Grenzen des Kinos aufzulösen, indem er Elemente der Avantgarde-Kunst, der Architektur und des Designs in die Farbgebung, die Komposition und die Kulissen vieler seiner bekanntesten Filme einfließen ließ.
Evans behandelt Sirks Werk als Kontinuum zwischen seiner deutschen und seiner amerikanischen Periode. Sie argumentiert, dass seine Inszenierung das Ergebnis eines interdisziplinären, transnationalen Dialogs war, und beleuchtet den breiteren kulturellen Kontext, in dem seine Filme erschienen, indem sie Verbindungen zwischen Archivdokumenten, modernistischen Manifesten und den philosophischen Schriften seiner Kollegen herstellt.