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Downtown Mardi Gras: New Carnival Practices in Post-Katrina New Orleans
Nachdem der Hurrikan Katrina im Jahr 2005 New Orleans und die umliegende Region verwüstet hatte, diskutierte die Stadt darüber, ob sie den Mardi Gras weiterführen oder die Paraden absagen sollte. Letztendlich entschied man sich für die Fortsetzung. Die Erholung von New Orleans ist sicherlich auf einen Komplex von Faktoren zurückzuführen, aber das einzigartige kulturelle Leben der Stadt - vielleicht ihr größtes Kapital - hat entscheidend dazu beigetragen, die Stadt vom Rande des Untergangs zurückzubringen.
Der örtliche Schriftsteller Chris Rose sprach sich mit bürgerlichem Eifer für die Bedeutung des Karnevals aus, als er dafür plädierte, die Feierlichkeiten des Mardi Gras nach Katrina fortzusetzen: "Wir sind immer noch New Orleans. Wir sind die Seele von Amerika. Wir verkörpern den Triumph des menschlichen Geistes. Zur Hölle, wir SIND Mardi Gras.".
Seit 2006 sind eine Reihe neuer Karnevalspraktiken in den Vordergrund gerückt. Die neuen Paradenorganisationen oder Krewes, wie sie genannt werden, interpretieren und überarbeiten die Karnevalstraditionen der Stadt, bringen aber auch innovative Praktiken in den Karneval ein. Die Geschichte der einzelnen Paraden zeigt die Konvergenz von Rasse, Klasse, Alter und Geschlechterdynamik in diesen neuen Karnevalsorganisationen. Downtown Mardi Gras: New Carnival Practices in Post-Katrina New Orleans untersucht sechs einzigartige, ausgefallene Feiern in der Innenstadt. Anhand von ethnographischen, folkloristischen, kulturellen und performativen Studien analysieren die Autoren die Verbindung des neuen Mardi Gras zum traditionellen Mardi Gras. Die Erzählungen über die Entwicklung jeder Krewe sind faszinierend und einzigartig und veranschaulichen den gemeinsamen Wunsch der Teilnehmer, zur reichen und lebendigen Kultur von New Orleans beizutragen.