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Three Liability Regimes for Artificial Intelligence: Algorithmic Actants, Hybrids, Crowds
In diesem Buch werden drei Haftungsregelungen vorgeschlagen, um die durch KI-Systeme verursachten großen Verantwortungslücken zu bekämpfen - die Stellvertreterhaftung für autonome Software-Agenten (Aktanten)
Unternehmenshaftung für untrennbare Mensch-KI-Interaktionen (Hybride)
und die kollektive Fondshaftung für vernetzte KI-Systeme (Crowds).
Auf der Grundlage von Studien zur Informationstechnologie entwickelt das Buch zunächst eine dreifache Typologie, die individuelles, hybrides und kollektives Maschinenverhalten unterscheidet. Eine anschließende sozialwissenschaftliche Analyse spezifiziert die mit dieser dreifachen Typologie verbundenen sozio-digitalen Institutionen. Dann werden die sozialen Risiken bestimmt, die entstehen, wenn Algorithmen innerhalb dieser Institutionen agieren. Bei den Aktanten besteht das Risiko der digitalen Autonomie, bei den Hybriden das Risiko der doppelten Kontingenz in den Begegnungen zwischen Mensch und Algorithmus und bei den Massen das Risiko undurchsichtiger Zusammenhänge. Das Buch zeigt, dass das Recht auf diese spezifischen Risiken reagieren muss, indem es personifizierte Algorithmen als Erfüllungsgehilfen, Mensch-Maschine-Verbindungen als kollektive Unternehmen und vernetzte Systeme als Risikopools anerkennt - und entsprechende Haftungsregeln entwickelt.
Das Buch stützt sich auf eine einzigartige Kombination aus Studien zur Informationstechnologie, soziologischer Institutionen- und Risikoanalyse und Rechtsvergleichung. Dieser Ansatz deckt rekursive Beziehungen zwischen den Arten des Maschinenverhaltens, den entstehenden sozio-digitalen Institutionen, den damit verbundenen Risiken, den rechtlichen Bedingungen der Haftungsregeln und der Zuweisung eines rechtlichen Status für die beteiligten Algorithmen auf.