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Dark Places: The Haunted House in Film
Horrorfilme entführen die Zuschauer gerne an schattige Orte, an denen das Böse wohnt, sei es ein Haus, ein Friedhof oder ein dunkler Wald. Diese geheimnisvollen Orte schüren den Schrecken, der das Herzstück von Horrorfilmen ist, und geben den grässlichen Kreaturen, die dort auftauchen, um zu töten und zu quälen, Kraft. In Dark Places führt uns Barry Curtis tief in diese gespenstischen Räume hinein, um sie zu erforschen - und die monströsen Antagonisten, die dort hausen.
In dieser umfassenden und fesselnden Studie zeigt Curtis, wie die klaustrophobischen Innenräume von Spukhäusern in Filmen mit den "dunklen Orten" der menschlichen Psyche in Verbindung stehen. Er untersucht verschiedene Themen wie die Spezialeffekte - von grob bis hochmodern -, die in Filmen verwendet werden, um übernatürliche Kreaturen heraufzubeschwören; die Strukturen, Projektionen und Architektur von Horrorfilmsets; und Geister als Symbole für Verlust, Amnesie, Ungerechtigkeit und Rache. Dark Places untersucht auch die Umgestaltung des Spukhauses im Film in ein Motel, eine Wohnung, eine Straße oder ein Raumschiff und wie diese umgestalteten Räume thematisch mit gotischen Fiktionen zusammenhängen.
Curtis zieht seine Beispiele aus zahlreichen ikonischen Filmen - darunter Nosferatu, Psycho, The Texas Chainsaw Massacre und The Shining - sowie aus weniger bekannten internationalen Werken, die es ihm ermöglichen, unterschiedliche kulturelle Vorstellungen von "Spuk" zu betrachten. Japanische Horrorfilme und ihre Hollywood-Remakes - wie Ringu und The Ring, oder Juon und The Grudge - werden besonders unter die Lupe genommen, da er die Beschäftigung des japanischen Kinos mit bösartigen Kräften aus der Vergangenheit untersucht.
Ganz gleich, ob Sie Blutspritzer lieben oder sich lieber unter der Couch verstecken, Dark Places geht der Frage auf den Grund, warum wir uns zu Gemetzeln hingezogen fühlen.