Durch den Maelstrom: Der Krieg eines Soldaten der Roten Armee an der Ostfront, 1942-1945

Bewertung:   (4,3 von 5)

Durch den Maelstrom: Der Krieg eines Soldaten der Roten Armee an der Ostfront, 1942-1945 (Boris Gorbachevsky)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Die Memoiren „Through the Maelstrom“ von Boris Gorbatschewski sind ein seltener und ehrlicher Bericht aus erster Hand über die Erfahrungen eines sowjetischen Soldaten während des Zweiten Weltkriegs und bieten eine Perspektive, die in der westlichen Literatur weitgehend fehlt. Er erforscht die brutale Realität des Krieges, die komplexe Dynamik innerhalb der Roten Armee und die Propaganda, die die Mentalität der Soldaten beeinflusste. Die politische Ausrichtung des Buches und das Fehlen umfangreicher Fronteinsätze könnte jedoch nicht alle Leser ansprechen.

Vorteile:

Bietet die seltene Ich-Perspektive eines sowjetischen Soldaten während des Zweiten Weltkriegs.
Ehrlich und offen über die Härten und die Komplexität des Krieges.
Stellt die typischen Erzählungen in Frage, indem er die Behandlung der Soldaten und die internen Kämpfe innerhalb der Roten Armee thematisiert.
Gut geschrieben, mit einer starken Übersetzung, die die Nuancen des Originaltextes einfängt.

Nachteile:

Begrenzter Fokus auf tatsächliche Kampferfahrungen, da der Autor hauptsächlich ein politischer Offizier war.
Enthält politische Kommentare, die für Leser, die rein militärische Berichte suchen, abschreckend wirken könnten.
Einige Leser fanden das Tempo langsam und weniger fesselnd als erwartet.
Mögliche Voreingenommenheit bei der Darstellung anderer Soldaten kann zu einer weniger sympathischen Darstellung führen.

(basierend auf 37 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Through the Maelstrom: A Red Army Soldier's War on the Eastern Front, 1942-1945

Inhalt des Buches:

Die monumentalen Schlachten an der Ostfront des Zweiten Weltkriegs - Moskau, Stalingrad, Kursk - sind in die Geschichtsbücher eingebrannt. Aber es gibt noch eine andere, verborgene Geschichte dieses Krieges, die in den offiziellen Berichten zu oft ignoriert wurde.

Boris Gorbatschewski war ein junger Offizier der 31. Armee, der seinen ersten Fronteinsatz als Gewehrschütze in der 30. Armee.

In Through the Maelstrom erzählt er von seinen drei erschütternden Jahren auf einigen der grausamsten, aber vergessenen Schlachtfeldern des Krieges: dem Feldzug um Rshew, dem blutigen Kampf um die Rückeroberung Weißrusslands und den erbitterten letzten Kämpfen in Ostpreußen.

Er schildert seine Erlebnisse von der ersten Ausbildung über die Wirren bis hin zum endgültigen Sieg und liefert damit eine der umfassendsten und detailliertesten Erinnerungen an das Leben und die Kriegsführung an der Ostfront. Gorbatschowskis Panoramabild führt uns von der Infanteriespezialistenschule über die Front bis hin zu den rückwärtigen Dienststellen und seinen stürmischen Romanzen im Moskau des Krieges.

Er erinnert sich an das Kreischen der Katiusha-Raketen, die über den Feind hinwegflogen, und an das unvergessliche Heulen der Stukas, die sowjetische Panzer im Sturzflug bombardierten. Und er schildert die Schrecken brutaler Kämpfe, die bisher nicht in englischer Sprache aufgezeichnet wurden, einschließlich seiner eigenen Teilnahme an einem Angriff in Menschenwellen, der sein Regiment bei Rshew dezimierte, wobei die Leichenberge immer größer wurden, je näher sie den deutschen Schützengräben kamen. Gorbatschewski berichtet auch von den Leiden der hungernden Bürger Leningrads, von der grausamen Hinrichtung eines russischen Spähers, der falsche Informationen geliefert hatte, von der Ermordung eines unschuldigen Deutschen, der die sowjetischen Truppen willkommen heißen wollte, und von einer erschütternden Diskussion am Lagerfeuer, bei der vier russische Soldaten ihre Notizen über die Frauen verglichen, die sie vergewaltigt hatten.

Seine Memoiren sind reich an Beschreibungen des Armeealltags, der Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung der Moral und der Beziehungen zwischen den Soldaten. Er schildert auch offen die vielen Probleme, mit denen die Rote Armee konfrontiert war: den Einfluss politischer Offiziere, die Sturheit höherer Kommandeure, die Zermürbung durch Desertionen und die ersten Monate der Besatzung im Nachkriegsdeutschland. Durch den Strudel" zeichnet sich durch die rasante Erzählweise und die reichhaltigen Dialoge aus, die für den großen Stil der großen russischen Literatur typisch sind.

Letztlich ist es ein würdiges und letztes Zeugnis für Soldaten, die in der Anonymität kämpften und starben.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780700621071
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2015
Seitenzahl:480

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